Unterwegs

Impressionen der letzten Tage

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Foto: Franzi

Dass man halbwegs als Jugendlicher und potentielles Drogenopfer durchgeht, merkt man dann, wenn man im ICE aus Amsterdam zwischen Duisburg und Düsseldorf von zwei Zollbeamten kontrolliert wird, die einen daraufhin ausfragen und einem das gesamte Gepäck durchwühlen. Er: “Haben Sie Drogen dabei?” - Ich: “Nein.” - Er: “Sind Sie sicher? Nichts Illegales?” - Ich: “Ja, ganz sicher.” - Er: “Auch keine Waffen?” - Ich kann mir das Schmunzeln nicht verkneifen. “Nein, auch nicht.” - Er, todernst: “Man weiß ja nie.” Ich offenbare ihm meine unordentlich gepackte Tasche mit getragener Unterwäsche, Nachthemd, Kulturbeutel und Regenschirm und er lässt uns schließlich in Ruhe.

Hier ein paar Dinge, die mich in den letzten Tagen beschäftigt haben, Namedropping und Schleichwerbung inklusive:

  • Knoppers. Das Frühstückchen, morgens halb zehn in Deutschland und so. Diese Marke besticht nicht nur mit den wahnsinnig authentischen TV-Spots, sondern auch mit 132 Kalorien pro Stück. Schmeckt aber trotzdem gut.
  • SET! von Ravensburger. Ich bin mir sicher, das kennt niemand, aber es macht Spaß - vor allem, wenn man bei einer richtigen Kombination statt “Set!” in alphabetischer Reihenfolge Bandnamen oder ähnliches rufen muss. Beim falschen Buchstaben hat man genauso verloren wie bei einer falschen Kombination.
  • Elektromusik live ist nicht immer nur ein Typ hinterm Laptop, bei dem man ständig das Gefühl hat, er würde den Song in iTunes laufen lassen und nebenbei exzentrisch Tetris spielen. Oder Solitär. Oder Minesweeper, am besten die durchaus amüsante Version in grün mit den Blumen. Does It Offend You, Yeah? haben schon einen geilen Bandnamen plus schickes Logo und waren live super. Hätte ich echt nicht gedacht.
  • Chess Titans von Windows Vista. Ich habe in irgendeiner schlaflosen Nacht Zweigs Schachnovelle gelesen und war für einen Moment davon überzeugt, ich könne jede Partie gewinnen, wenn ich nur vernünftig nachdenken würde. Vor allem gegen so einen lächerlichen Schachcomputer von Microsoft. Plötzlich war allerdings mein König weg, so kann’s gehen.
  • Die Burger King Filiale in Amsterdam am Leidseplein. Von oben hat man einen guten Blick auf das Bulldog, Amsterdams berühmtesten Coffeeshop, und kann beim “Long Chicken”-Burger-Mampfen die Touristen beobachten, die total zugedröhnt und stoned aus dem Laden in die Kälte stolpern. 100%ig mehr Entertainment als die langweiligen Fernseher mit Burger King TV hierzulande.

Danke an meine wunderbaren Freunde und Bekannte hier und auf der anderen Seite der Grenze. Franzi, Ima, Janna, Eru, Roos, Laura, Laura, die nette Türsteherin und alle anderen, deren Namen ich gerade nicht weiß.

So, bis Freitag heißt es jetzt erstmal wieder “Es sind Ferien und selbst wenn keine wären, hätte ich nichts zu tun.”

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