Unterwegs

Amsterdam (2)

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© Lewis Chaplin

Irgendwann gegen Nachmittag saßen wir in der Bar eines alten, gemütlichen Hotels in der Amsterdamer Innenstadt. An der einen Wand hing eine Gitarre, signiert von Jimi Hendrix, an der anderen ein Saxophon, das abwechselnd in verschiedenen Farben leuchtete.

Die Jungs aus Brighton, die hier wohnten, saßen an der Bar und waren stoned. Sie waren Freunde von Freunden und hatten am Vortag schon auf dem London Calling Festival gespielt. Ich hatte keine Ahnung, wie ihre Musik klang, aber meine Freunde fanden sie gut. “Like Foals, only heavier.”

Leute, die auf Mushrooms sind, finden irgendwie alles entweder gruselig oder lustig. Für circa fünf bis sechs Stunden - denn so lange dauert ein Trip an - sind sie nur begrenzt ansprechbar und unglaublich anstrengend.

Zu anstrengend, denn mein nüchterner Humor überschnitt sich nur selten mit dem ihren. Ich versuchte, die gekritzelten Notizen auf dem Klavier zu entziffen, während die Briten alles lustig fanden, unentwegt lachten und Heineken tranken. Sie überlegten, wie sie am günstigsten ihren Flug buchen und noch einige Tage länger bleiben könnten.

Irgendwann machte ich mich auf den Weg in die Stadt. Es nieselte und überall blinkten die Lichter des Weihnachtsmarktes.

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