Rebellion
Seit circa 10 Tagen wohne ich nun allein und schon jetzt bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass “tun und lassen, was man will” eigentlich viel unspannender ist, als es klingt.
Sicher, ich kann mitten in der Nacht auf dem Boden sitzend dritte Programme gucken und die Studenten im Haus gegenüber beobachten, mittags vor dem Fernseher Suppe aus dem Topf löffeln und drei Stunden am Stück duschen, da niemand an die Tür hämmert und an mein Gewissen appelliert und der Wasserpreis außerdem in meinen fixen Nebenkosten miteinbegriffen ist.
Ich kann nach durchfeierter Nacht und schlechtem Schlaf in Bandapartments morgens um 10 nach Hause kommen, ohne dass sich jemand um mich sorgt und Leute einladen, die weder Schwiegersohnqualitäten, noch einen Kamm besitzen. Ich kann Poster auf dem Klo und in der Küche aufhängen (über meinem Wasserkocher hängt David Bowie), den Kühlschrank mit unnützem Zeug vollstopfen und wie bei GZSZ immer zur Stimmung passende Musik im Hintergrund laufen lassen.
Überhaupt kann ich eine ganze Menge tun und mich dabei furchtbar rebellisch fühlen. Dass muss auch mal sein - und dass es nur halb so aufregend ist, weil so oder so niemand etwas anderes von mir erwartet hätte, spielt erstmal keine Rolle.






Bei mir ist es wurscht, ob länger duschen nun Geld kostet oder nicht. Das schlechte Gewissen setzt die Zeit fest :)
Und nach einer Weile hat man gar keine Lust mehr Suppe aus dem Topf zu löffeln. Da sehnt man sich nach einem vernünftigen Teller.
ich glaub du machst dann irgendwas falsch, wenn es schon nach 10 tagen net mehr so spannend ist :D
wie wärs denn mal mit ner party oder du ziehst in ne wg, da ist sicher immer ein bisschen mehr los.
aber eigentlich solls ja auch garnet spannend sein sondern einfach freiheit.
@ wellenschlag: Bei mir ist das jetzt Rebellion dagegen, dass meine Eltern mich ständig beim Duschen gestört haben, selbst wenn ich einfach nur beim Haarewaschen was länger gebraucht hab - ist ja auch logisch. Und ich habe noch nicht mal ein schlechtes Gewissen dabei…
Das mit dem Essen sagen mir auch alle, ich habe echt in der Zeit nur einmal warm “gekocht” und das bestand darin, mir ne Suppe warmzumachen. Bin aber auch echt nich der Typ dafür und selbst, wenn ich in Zukunft vielleicht ein wenig gesitteter Essen werde, ich werde nie eine perfekte Hausfrau ;)
@ Marten: Ich sag ja nicht, dass es langweilig ist, es ist einfach nur ganz normal geworden. Und ich genieße natürlich die Freiheiten und alles.
So richtig eingeweiht hab ich die Wohnung noch nicht, aber du kannst gern vorbeikommen und dann mach ich ne Party! Ich bin ja ganz bewusst in ne eigene Wohnung gezogen, denn WG wäre absolut nichts für mich und ich bin super froh und glücklich in der Wohnung.
wann, wo? am liebsten noch ein bisschen warten, damit ich bis dato wieder geld hab. mein leben ist grade so scheiß teuer. unglaublich.
das Studentenleben muss ja schon toll sein. *g* ich glaube, wenn ich alleine wohnen würde, ich würde Tag und Nacht meinen PC laufen lassen (warum auch immer, das wollte ich aber immer schonmal ) und mein Bett nicht machen (obwohl.. doch, das schon) und jeden tag Nudeln und Pizza essen… ^^
Hört sich doch gut an. Erst hab ich mich ends gefreut, endlich in ein eigenes studentenappartment zu kommen, jetzt bin ich hier, jetzt kann ich es nicht mehr erwarten endlich in eine gescheite wohnung ziehen zu können. denn langsam bekomm ich hier platzangst.
Hum. Bei mir war zu Hause alles so wie jetzt, wo ich ausgezogen bin. Ich glaub ich mach irgendwas falsch?!
@ Marten: Jederzeit… ach keine Ahnung, aber wenn du mal irgendwie in Köln und Umgebung bist, sag Bescheid!
@ Verena: Ja, ich mag das Studentenleben auch. Mein PC läuft auch ständig, ich mache mein Bett seit Jahren nicht mehr und naja, hätte ich einen Ofen, würd ich auch Pizza essen ;)
@ Marcel: Ach, ich mag meine Wohnung, fällt zwar auch unter Studentenapartment, aber ist immerhin eine richtige Wohnung, nicht zu groß und nicht zu klein und was anderes könnt ich mir eh nicht leisten ;) Was bist du denn bitte gewohnt von zu Hause, dass du in ner kleinen Bude Platzangst kriegst?
@ Jenny: Aber du wohnst ja auch nicht ganz allein, oder? Das ist sicher ein wichtiges Kriterium. Und natürlich auch so Dinge wie, ob du von zu Hause aus gewohnt warst, für dich selbst zu kochen und ähnliches ;)
Ich hab zu Hause eigentlich immer alles mitgeregelt oder selbst geregelt. Und Freiheiten hatte ich auch alle.
Gut, man hätte mich seltsam angeschaut, hätte ich Poster in der Küche aufgehängt. Aber das will ich ja nicht und wollte ich auch nie zu Hause machen.
Das Einzige, das ich neu mache, ist: mich selbst finanzieren. Tolles Gefühl, wenn man das kann.