Persönlich

Rebellion

Seit circa 10 Tagen wohne ich nun allein und schon jetzt bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass “tun und lassen, was man will” eigentlich viel unspannender ist, als es klingt.

eating.jpg
© Lastnightsparty

Sicher, ich kann mitten in der Nacht auf dem Boden sitzend dritte Programme gucken und die Studenten im Haus gegenüber beobachten, mittags vor dem Fernseher Suppe aus dem Topf löffeln und drei Stunden am Stück duschen, da niemand an die Tür hämmert und an mein Gewissen appelliert und der Wasserpreis außerdem in meinen fixen Nebenkosten miteinbegriffen ist.

Ich kann nach durchfeierter Nacht und schlechtem Schlaf in Bandapartments morgens um 10 nach Hause kommen, ohne dass sich jemand um mich sorgt und Leute einladen, die weder Schwiegersohnqualitäten, noch einen Kamm besitzen. Ich kann Poster auf dem Klo und in der Küche aufhängen (über meinem Wasserkocher hängt David Bowie), den Kühlschrank mit unnützem Zeug vollstopfen und wie bei GZSZ immer zur Stimmung passende Musik im Hintergrund laufen lassen.

Überhaupt kann ich eine ganze Menge tun und mich dabei furchtbar rebellisch fühlen. Dass muss auch mal sein - und dass es nur halb so aufregend ist, weil so oder so niemand etwas anderes von mir erwartet hätte, spielt erstmal keine Rolle.

9 Kommentare zu “Rebellion”

Einen Kommentar schreiben

Name (erforderlich)
eMail (erforderlich)
Webseite