Persönlich

My little brother just discovered Rock’n'Roll

Heute Mittag rettete Nils vom Melt! mein kommendes Wochenende und teilte mir telefonisch mit, dass die Presseakkreditierung klargeht. Dabei hatte ich eigentlich schon fest mit einer Absage gerechnet, wegen “zu großer Nachfrage und leider zu wenig Presseplätzen” (”Zu wenig Presseplätze” ist der kleine Bruder von “Wir wollen euch nicht haben”). Aber im Allgemeinen sind Leute, die irgendwas mit Presse und Plattenfirmen zu tun haben, unglaublich freundlich. Nicht scheißfreundlich wie die Leute der Behörden, sondern einfach nur so menschlich und nett, dass man sich fragt, wie die das bei ihrem Job bloß durchhalten.

Überbracht wurde die frohe Botschaft indirekt von meinem kleinen Bruder, der mich weckte, mir kommentarlos das Telefon übergab und auf die Frage hin, wer denn dran sei, nur ratlos den Kopf schüttelte.

Mein kleiner Bruder heißt Julian, ist zwölf und irgendwie cooler als seine Altersgenossen. Er hört am liebsten Die Ärzte und Abwärts (ja, die 80er-Punkband, jedoch eher die neuen Alben), ist aber auch meiner Musik nicht abgeneigt. Seine Stil-Ikonen sind Pete Doherty und Vince Noir von The Mighty Boosh, wir gehen zusammen in der H&M-Kinderabteilung und Secondhandshops einkaufen und er hasst es, “Emo” genannt zu werden. In seiner Freizeit spielt er Bass und wenn es mit der Rockstarkarriere nicht klappt, möchte er später mal zur Bundeswehr und Panzer bauen. Er kann mir stets Geld leihen und wenn ich dieses Jahr ausziehe, wird er mich regelmäßig besuchen kommen um für mich zu kochen (wie aufmerksam). Ja, ich habe gerne einen kleinen Bruder. Und ich fahre aufs Melt!

21 Kommentare zu “My little brother just discovered Rock’n'Roll”

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