Persönlich

Morgenstund hat Gold im Mund

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© Lewis Chaplin

Eigentlich ist es viel zu früh, um wach zu sein. In meiner Zeit als Studentin habe ich mir das Frühaufstehen so gut es geht abgewöhnt. Wozu morgen aus dem Bett quälen - die Mensa macht doch eh erst um zwölf auf. Und die Morgenstunden sind - es sei denn, man arbeitet - generell die ereignisloseste und das Bett ist - es sei denn, es ist hart - generell viel weicher und kuscheliger.

Im Radio läuft typische Morgenmusik. Ich höre seit Ewigkeiten mal wieder Radio, zwar ohne großen intellektuellen Anspruch, aber wenigstens tue ich es überhaupt. Coldplay. Chris Martins Stimme geht mir auf den Geist, wie er pathetisch Zeilen zu schnulzigem Piano haucht.

Jetzt kommt Justin Timberlake, den toleriere ich. Wie Amy Winehouse. Bei uns im Shop läuft ständig Amy Winehouse. In allen erdenklichen Variationen und irgendwie scheint die Musik die Kunden zu beruhigen.

Auch als Verkäufer kann man sich ein wenig swing-end dazu bewegen, während man die Schaumbäder aufschäumt oder Schränke putzt. Und wenn man allein im Laden ist, kann man mitsingen, da die Songs eh ständig laufen und man sie mittlerweile auswendig kann.

Bisher habe ich allerdings nur in einem Song den Ausdruck kitchen floor ausmachen können, auch wenn meine Dozentin für Methodenlehre im letzten Semester etwas anderes behauptet hatte. Amy Winehouse hätte eine wahre Obsession mit ihrem Küchenboden. Eine empirisch nachweisbare Obsession. Auf den Grund gegangen bin ich der Sache aber noch nie.

Es ist immer noch früh. Ich glaube, ich gehe erstmal frühstücken, bevor ich nachher meinen Besuch aus Berlin vom Bahnhof abhole. Auf ein schönes Wochenende!

11 Kommentare zu “Morgenstund hat Gold im Mund”

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