Jetzt bin ich hier - und nun?
Seit bald 2 Wochen wohne ich hier und alles ist wie vorher. Anfangs war sie noch da, die Aufregung, das Neue, ich wollte so vieles besser machen und irgendetwas verändern, sei es auch nur eine kleine Routine. Aber alles ist wie vorher.
Die australische Bloggerin Gala Darling hat schon vor einer ganzen Weile einen tollen Artikel namens “Wherever you go there you are” veröffentlicht. Und so trivial wie der Titel klingt, als ich es erneut las, dachte ich, es handle von mir:
As we move from city to city, place to place, the one constant is us. Once the newness & excitement of moving has worn off, we often find that we are depressed again. We still dislike people. We still hate work. Our relationship still drains our energy & happiness. We still binge eat or drink too much or fritter our money away. If we don’t change anything about ourselves, we just take whatever is inside us wherever we go.
So weit, so gut - hier bin ich. Die Aufregung ist weg, der Alltagstrott ist wieder da und ich bin genauso misanthropisch wie vorher. Dabei habe ich habe kein Problem mit meiner Stadt, ich wohne nicht in einem Ort ohne Auswege und muss mich nicht zwanghaft mit meinem Umfeld arrangieren. Ich bin glücklich hier und vielleicht sollte man sich von einer oberflächlichen Veränderung einfach nicht zu viel erwarten.
[…] shifting your physical location is not going to change who you are. It will change your life in trivial ways, but not you.
Fazit: Wer Veränderung will, muss sich selbst verändern? Scheinbar ja, sei es eine kleine Routine, die Erfüllung eines langersehnten Wunsches und das Umsetzen von etwas, was man sich schon lange vorgenommen hat. Eine To-Do-List in einem kleinen Notizbuch, das man immer bei sich trägt.
[…] if you can learn to appreciate where you live now, & all the small, seemingly insignificant but wholly beautiful things which make up your life, your days will be filled with joy & beauty.
Joy & beauty, joy & beauty… Ich glaube, eine positive Einstellung ist der Schlüssel zu allem, selbst wenn es nach alter Hippie-Romantik klingt - sei es in der neuen Umgebung, im Internet oder an der Supermarktkasse. Ich mag Menschen, die etwas aus ihrem Leben machen und lese gerne Blogs, die eine positive Einstellung vermitteln. Dann ist es, Gott sei Dank, auch vollkommen egal, wo man ist.





Der Umzug schein für dich ja keine so große Sache zu sein - hätt ich nicht gedacht.
@ René: Ich auch nicht, ich dachte, das würde mich viel länger beschäftigen, aber im Nachhinein bin ich zum Schluss gekommen, dass so ein Ortswechsel nur sehr beschränkt irgendetwas verändert, zumindest nicht auf Dauer… und wenn man wirklich Veränderung will, dann reicht es nicht, einfach nur umzuziehen.