Hey Scenesters!
Gestern war großer Abschied. Franzi geht nach Bradford, Vanessa nach London und auch ich bin bald weg und es gab Kuchen und Martini Bianco während die Vorband vergeblich versuchte, ihren Van neben uns einzuparken.

Die Cribs waren gut, höchstens ein wenig in die Jahre gekommen. Von dem bei den NME-Awards über-Tische-fliegenden Ryan Jarman war nicht mehr viel übrig geblieben, die Songs rockten nur mäßig und “Hey Scenesters!” war viel zu schnell vorbei.
© Insound
Trotzdem ein schöner Abend und ich habe viel nachgedacht. Momentan wird alles anders und genau das ist der perfekte Zeitpunkt, auch für mich etwas zu ändern. Ich werde nach Berlin ziehen, nur dort habe ich die reellsten Chancen, überhaupt einmal studieren zu können (die FU hat bei 2 Wartesemestern einen NC von 1,7 auf Publizistik, das lässt hoffen). Ich komme hier raus, kann etwas Neues anfangen. Wer will das nicht? Ich glaube, das ist meine endgültige Entscheidung, zumindest so entgültig, wie man sie bei meinem stimmungsschwankenden Wesen nennen kann.
Auf meinem Nachhauseweg begegnete mir auf der dunklen, menschenleeren Kleinstadtstraße am Marktkauf ein Igel. Ich wollte ihn streicheln, doch dann fiel mir ein, dass Igel ja bekanntlich pieksen und dass hinter jedem Busch ein potentieller Vergewaltiger sitzen könnte. Also ging ich nach Hause, mit “hey darlin’, hey hey darlin’!” im Ohr und irgendwie glücklich. Hey Scenesters, hey Berlin, hey Zukunft!



So kanns gehen. Die einen wollen nach Berlin und die anderen - ich - wollen aus Berlin raus. Ich kann es aber verstehen. Beriln ist eine großartige Stadt. Allerdings ist man - wiederum ich - nach 20 Jahren Berlin irgendwann müde. Wo ganze Ausflugsklassen sich begeistern können geht man nur noch mit einem gähnen vorbei. Irgendwie schade, dass mir “unsere” Hauptstadt so egal geworden ist. Vielleicht lerne ich sie ja später, wenn ich wo anders wohne, schätzen.
@ s.bach: Naja, ich war nie großer Berlinfan oder begeisterter Berlintourist, aber seit ich Freunde dort habe und öfter dort bin, habe ich gelernt, die Stadt aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Ich werde wohl eine Mischung aus Wahl- und Zwangsberliner - nur in Berlin habe ich die Chance, zu studieren und ein wenig Abwechslung, ohne gleich ins kalte Wasser geworfen zu werden und mich nicht auszukennen.
Und ich glaube, es ist vollkommen normal, dass man sich irgendwann nicht mehr für seine Stadt begeistern kann, egal wie toll sie ist. Die Berliner suchen sie vielleicht in Köln, ich suche sie in Berlin. Und ich komme bestimmt auch eines Tages wieder zurück :)
Ich wünsch dir jetzt schonmal viel Glück in Berlin und dass du das bekommst, was du willst :) Aber eins musst du versprechen: Internet musst du auch in Berlin haben und deinen Blog weiter betreiben! ;)
Adieu Ines.
(Mein Koffer ist übergewichtig ;____;)
Ich seh schon, die Blogger beginnen Berlin zu rocken. Na mal sehen, vielleicht komm ich auch mal ;)
Wann, wenn nicht jetzt. :) Ganz, ganz viel Erfolg!
@ Adrian: Dankeschön ;) Und klar, Internet muss auf jeden Fall sein, ohne geht nichts!
@ Franzi: ♥♥♥ :’(
@ Hoizge: Ja, irgendwie steht Berlin momentan sehr hoch im Kurs. Aber gut so, sind die Berliner Blogger wenigstens nicht allein!
@ Jens: Vielen dank dir! :)
Welch eine Entscheidung … ich hoffe jedenfalls das Beste für Dich: für die Wohnung, Uni und das Leben in Berlin.
Ist Dir das nicht schwer gefallen, diese Entscheidung?
@ Jenny: Danke! ♥
Und schwere Frage, ich glaub, das kommt alles erst, wenn ichs hinter mir hab. Ausziehen will ich eigentlich schon sehr lange, da hab ich regelrecht drauf hingearbeitet. Und ich hab das Glück, dass ich in Berlin nicht vollkommen ins kalte Wasser geworfen werde, sondern schon ein paar Leute und Dinge kenne. Da kommen sicher noch ein paar Sachen auf mich zu, die ich jetzt noch nicht absehen kann, aber irgendwie bin ich auch total glücklich drüber, endlich mal eine Veränderung und was Neues - hoffentlich klappts halt auch so, wie ichs mir vorstell.