Frühlingsgefühle
Jeden Tag, wenn die Sonne am höchsten steht, scheint sie auch in meine Wohnung. Meistens weckt sie mich dabei, manchmal setze ich mich ans offene Fenster und höre laut Musik.
Ich glaube, dass Sonne glücklich macht, ist irgendwo universal in jedem Menschen angelegt. Genetisch, frei nach der Devise je mehr Licht, desto mehr Aktivität, je mehr Licht, desto weniger Winterschlaf, je mehr Licht, desto mehr Leben draußen. Dagegen kann man sich nicht wehren, genauso wenig wie gegen Schmetterlinge im Bauch oder Klausurfragen, auf die man gerade keine Antwort weiß.
Ich hasse die Sonne, weil sie warm macht und Hitze ein Scheißgefühl ist. Ich würde lieber erfrieren, als verbrennen, auch wenn dieser Vergleich irgendwie hinkt und irrelevant ist, weil ich eigentlich noch gar nicht sterben möchte. Und wenn ich müsste, dann würde ich lieber vom Hochhaus fallen wollen oder friedlich einschlafen, denn neben Musik ist Schlafen bekanntlich mein Lebenselixier.
Aber gegen den Frühling bin ich machtlos, er ist zweifelsohne die schönste Zeit des Jahres, wenn man von ein paar anderen Dingen absieht. Die schönste Zeit des Jahres ist immer die, die am schönsten ist und so banal es klingt, das Wetter ist lediglich etwas, worüber wir reden, wenn es nichts anderes zu reden gibt. Ich mache mir einen Drink aus Zitrone, Sprudel und Eiswürfeln, Eiswürfel aus meinem Eisfach, so tiefgefroren, dass sie durch und durch weiß sind.
Frühlingsgefühle.
Im Frühling gehörte die Welt schon immer uns. Wir saßen hinter der großen, ehemaligen Kirche aus Backstein an einem der hunderten Amsterdamer Kanäle und winkten den Booten. Sangen Lieder und aßen Eis. Stolperten aus dunklen Schulräumen nach draußen und sahen die Bäume grün werden und freuten uns nach getaner Arbeit über die ersten Sonnenstrahlen. Wir gingen auf Tour durch Deutschland, lebten für die Musik und den Frühlingsduft an den Bahnsteigen und tanzten in fremden Parks zu Musik aus kleinen Lautsprecherboxen.
Spätestens morgen weckt er mich wieder: mein Frühling.






Oh ja. Frühling ist genial. Diese Abende, die man fröstelnd draußen verbringt und dann tagsüber die Wärme genießen. Wunderbar. Aber von der Sonne geweckt werden: ganz schlimm!!
@ Jules: Also früher, als ich noch keine Vorhänge hatte, war es grausam, von der Sonne geweckt zu werden. Vor allem, wenn ich spät/früh nach Hause gekommen bin und es quasi schon hell wurde, als ich schlafen gegangen bin. Dann wars schlimm, wenn die Sonne ab dem Vormittag konstant ins Zimmer knallt. Aber mit Vorhängen ists ganz schön, da komm ich wenigstens wieder in einen einigermaßen natürlichen Schlaf- und Aufstehrhythmus ;)
Aber hachja, der Frühling…
Deswegen gabs für mich endlich Vorhänge…. extra Lichtundurchlässige, jaaaaaaaaaahaaa, bringen echt was :D
Aber ja, kaum isses hell und ich wach war ich fleißig am putzen :D
Frühling ist toll! Und von der Sonne geweckt werde mag ich gerne :). Und so rchtige Vorhänge hab ich garnicht ^^.
@ Chrissy: Lichtundurchlässig wär manchmal schon nicht schlecht, ja… Und Sonne macht einen irgendwie echt aktiv, ich hatte heute auch richtig Lust, irgendwas zu machen. Und vor ein paar Tagen hab ich schon bei offenem Fenster meine Wohnung aufgeräumt.
@ Helene: Juchu, noch mehr Frühlingsfans ;) Und ich brauchte wirklich dringend Vorhänge, gegenüber von meinem Fenster sind hinter der Wiese noch Häuser und die Studenten (oder anderen Menschen) dort können mir genau reingucken. Irgendwie wars unwohl, denn durchs Fenster kann man quasi alles sehen, außer die Küche und das Bad. Von daher war ich total froh, endlich die Vorhänge zu haben ;)
genau: hach ja, der Frühling. Weißte, noch schlimmer fand ich das im Sommer. Dieses Gefühl um 5 oder 6 Heim zu kommen und dann zwitschern schon die Vögel und vor allem: dann ist es richtig heiß. Bääääh. Aber im Frühling haste das ja noch nicht. Nun ja. Aber ich freu mich trotzdem drauf und wenns nicht so neblig wie gestern ist, dann ist es grad sooo toll :)
Nebenbei: die lichtundurchlässigen Vorhänge von Ikea sind toll ;)
[…] Die Zeit der Hausarbeiten aka “vorlesungsfreie Zeit” ist angebrochen. Davon aber mal abgesehen (was toll ist) ist auch Frühling. […]
@ Jules: Oh ja, das ist schlimm. Ich mag den Sommer eh nicht. Beim Melt! z.B. war es so, dass das Programm auf den Bühnen bis morgens ging, dann kam man vielleicht um 4 oder 5 zum Zelt, wenn man was früher gegangen ist, und dann hatte man vielleicht noch 3 Stunden Schlaf, bis die Sonne aufging und auf den Zeltplatz geknallt hat. Dann waren es 50° im Zelt und 40° draußen. Grauenvoll! Das Festival war aber trotzdem grandios ;)
Ui, dann muss ich mal bei Ikea gucken. Ich versuch eh, seit Monaten jemanden zu finden, der mich mit einem großen Auto hin und zurück fährt - ich brauch noch dringend Möbel!
Das das Melt grandios war glaub ich Dir aufs Wort. Dir sowieso. Aber genau das meine. Bääääh.
Hm. Hab leider kein Auto…. Aber das Phänomen kenn ich nur zu gut ;)
Diesen Gefühlsüberfluss gibt es bei mir nur in den “Zwischenjahreszeiten”, also im Frühling und im Herbst. Dann riecht es überall nach Kindheit und Jugend. Ein bisschen hab ich jetzt schon Angst davor, dass es mich im Alter schmerzhaft wehmütig werden lässt. Aber bis dahin ist ja noch Zeit.