Persönlich

French Connection

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Diese Frankokanadier, mit denen ich gestern Abend das Vergnügen hatte, nennen sich Malajube. Sie singen auf Französisch, aber live merkt das kaum einer und ich bin überzeugt, dass sie genauso gut Kochrezepte singen könnten.

Meine Französischkenntnisse beschränken sich im Allgemeinen auf “Je m’appelle Ines et j’aime la musique du rock”, außerdem kann ich spärlich bis 10 zählen. In der 11. Klasse dachte ich mir als langjähriger Lateinschüler, es sei cool, jetzt noch schnell eine lebende Fremdsprache zu lernen - man muss schließlich alles mitnehmen, was man kriegen kann. Dass Schule allerdings kein Supermarkt ist, lernte ich schnell. Schon als unsere Lehrerin mit deutschem Doppelnamen uns auf Französisch begrüßte, wusste ich: Dieses Fach wähle ich so schnell wie möglich wieder ab.

Wenigstens bestand der gesamte Kurs aus Anfängern und wir lernten alles von Grund auf - die einen langsamer, die anderen schneller. Da war zum Beispiel mein Sitznachbar Marcus, der immer mit Tintenroller schrieb und mir während der Stillarbeit Dinge wie “La erection!” ins Ohr flüsterte - dabei weiß doch jedes Kind, dass “die Erektion” im Französischen männlich ist und es somit “L’erection!” heißen müsste.

Da die Französischstunden in die nullte Stunde fielen, war es teilweise noch mitten in der Nacht, wenn wir uns im ersten Stock zur fröhlichen Runde versammelten und man sah die glühende Sonne am Himmel hinter Porta aufgehen. Trotz dieser Romantik wählte ich nach schon einem halben Jahr Hals über Kopf ab. Auf meinem Abizeugnis steht nun “Französisch - 11.1 bis 11.1″ und darauf bin ich mächtig stolz.

4 Kommentare zu “French Connection”

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