Persönlich

Eines Tages holen sie mich ein

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© Marco Wehe

“Eines Tages hole ich ihn ein, dann bin ich älter als er!” meinte meine kleine Cousine immer, angesichts der Tatsache, dass sie leider ein Jahr jünger als mein Bruder war. Er war damals vielleicht 6, sie 5. “Das geht nicht!” erklärte ich ihr jedes Mal. “Warum?” wollte sie wissen. “Weil… Menschen werden halt immer gleichmäßig älter.”

Ich war schon immer schlecht darin, kleinen Kindern das Wesen der Welt zu erklären. Und ich hatte noch nicht einmal Recht, denn manche Menschen werden einfach schneller älter als andere. Darüber sinierte ich den Rest des Freitagabends, mit Würstchen mit Ketchup und Cola in der Caféteria der Gesamtschule meines kleinen Bruders.

Die Kinder, die durch die Aula liefen und Krach machten, waren durch die Bank weg größer als ich. Nicht nur so ein bis zwei Zentimeter, sondern mindestens einen Kopf. Manche waren vielleicht fünfzehn, andere zwölf. Andere dreizehn, wie mein Bruder und seine Klassenkameraden und dann waren da noch die ganz Kleinen. Einige von ihnen trugen weiße Masken und probten ihren Auftritt.

Mit der Digitalkamera meiner Eltern bewaffnet, schlich ich am Bühnenrand herum und versuchte, einen Blick auf meinen kleinen Bruder zu erhaschen, der in der hintersten Ecke den Song “Bilder von dir” auf dem E-Bass begleitete. “Da war halt der Verstärker. Ging nicht anders.” Seine Klassenkameraden schmetterten mehr oder weniger im Takt den Text ins Mikrophon und die Solosängerin trug ein glitzerndes Kleid und sah damit sicher glamuröser aus, als ich auf meinem Abiball.

“Das ist meine Tochter!” stellte mich mein Vater unentwegt fremden Eltern vor. Ich nickte. “Geht sie auch hier auf die Schule?” - “Nein, sie studiert schon!” antwortete mein Vater stolz. Ich nickte wieder.

Schulveranstaltungen waren schon immer seltsam und wenn ich die Klassenlehrer mit ihren Schützlingen so ansah, war ich froh, endlich draußen zu sein. Auch wenn ich optisch ganz klar zwischen den Fünft- bis vielleicht Elftklässlern unterging. Das Würstchen mit Ketchup lag mir schwer im Magen. Vielleicht holen sie mich ja doch eines Tages ein.

Design

Happy Food

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© jsc*

Wenn der nervenaufreibende und teure Monat Mai vorbei ist und ich wieder frisches, neues Geld auf dem Konto habe, wird meine Top-Priorität für den frühen Sommer ganz klar ein so ebenso frisches Essen. Schluss mit Mensa-Kantinenfraß tagein tagaus, mit Instant-Tassenfood, Haferflocken und Dosen-Nudelsalate.

Und was kommt da gerade recht? Glückliches Essen! Bezaubernd niedlich und genau das Richtige, um meine trübe Stimmung mal wieder auf Vordermann zu bringen. Da läuft einem glatt beim Zuschauen das Wasser im Mund zusammen. Juni, ich komme!

Kultur

Shake Some Action! - Der Nachbericht

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Mit Kuchen und einem Haufen Flyer nisteten wir uns nachmittags im Club ein, machten noch ein wenig Last-minute-Promotion, begleiteten die Bands beim Soundcheck und gingen nebenan im Schmelztiegel beim wunderbaren Brit Pub Fish’n'Chips essen und Kilkenny trinken. Draußen vor dem Club bildete sich langsam eine Schlange.

Tatsächlich eine Schlange. Unsere Freunde, sowie andere Menschen, die mir spontan unbekannt waren, standen an, um sich das Konzert anzusehen. Eine Schlange. Aus dem Fenster der Kneipe betrachteten wir die Menschenmenge und langsam stieg die freudige Nervösität in uns hoch.

Nun ging alles ganz schnell. The Mania Agape überzeugte mit Hasenmaske und klirrenden Elektro-Sounds und BEAT!BEAT!BEAT! legten eine Mördershow hin und überzeugten wirklich jeden, dass sie definitiv die Nummer 1 des deutschen Bandnachwuchses sind.

Die Sorge eines jeden Partyveranstalters ist, dass auf der Tanzfläche gähnende Leere herrscht und die Barsitzer nur betrübt dreinblicken - vor allem, wenn man einen hochkarätigen DJ hat und quasi im Feld Partyveranstaltung und Entertainment debütiert. Doch bis auf ein paar Turbulenzen hatten wir alles Glück der Welt.

Gegen 1 fielen erst die Plattenspieler und dann ein CD-Deck nach dem anderen aus. Stress. Die Techniker hatten sich bereits auf den Heimweg gemacht und der Club wurde lediglich repräsentiert von einem Türsteher und zwei Barkeepern, die mit DJ-Equipment prinzipiell relativ wenig am Hut hatten. Für eine knappe halbe Stunde improvisierten unsere DJs nun mit nur einem CD-Spieler, bis sie es schließlich schafften und die Technik übermannten. Der Abend war gerettet.

Und so tanzten wir mit netten Leuten zu wundervoller Musik, während die anderen Clubs der Luxemburger Straße schon alle geschlossen hatte und so lange, bis es schon fast wieder dämmerte.

Danke an alle, die vorbeigekommen sind und mit uns gefeiert haben! Danke an unsere DJs Mikey und Mika, die Helden des Abends! Danke an BEAT!BEAT!BEAT! und The Mania Agape für die tollen Konzerte! Danke an Jasmin, Franzi, Anna und all die anderen. Es war großartig. (Fotos folgen.)

Persönlich

Die heiße Phase

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© L. Chaplin

Heute gab ich mich wie immer dem eher gewöhnlichen Alltag hin: schlenderte in der Morgensonne zur Methodenlehre-Vorlesung, fuhr in die Kölner Innenstadt, wo ich mich mit Jasmin traf, bereitete auf der Domtreppe sitzend mein The Mighty Boosh Referat für mein Englischtutorium vor, hörte Of Montreal und dachte nach über den ultimativen Coup.

Und nun, einen Tag vorher, geht es auch mit unserer Party in die heiße Phase. Es geht um last minute Promotion, DJ-Equipment, Catering, Brötchen schmieren und wenn ich mir überlege, dass die Sause in genau 24 Stunden schon in vollem Gange ist, wird es mir ein kleines Bisschen flau im Magen. Aber auf eine positive Art und Weise.

Parties zu organisieren ist gar nicht so leicht, wie man immer denkt und so viel einfacher, als man glauben mag.

Morgen um 21 Uhr heißt es im Blue Shell “Shake Some Action!” und wer noch Lust hat, spontan vorbeizukommen, ist natürlich herzlich eingeladen. Nach 2 Tassen Instant-Kartoffelpüree mit Broccoli und Crème fraîche werde ich mir heute einen gemütlichen Abend machen, früh schlafen und morgen hoffentlich mit Energie in den neuen Tag starten. Und mit dem Kuchen, den Franzi mitbringt.

Unterwegs

Morgen…

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© ’smil

… fahre ich mal wieder nach Berlin. Wurde ja auch Zeit, immerhin liegt mein letzter Besuch fast zwei Monate beziehungsweise so richtig ja eigentlich sogar fünf Monate zurück. Ich bleibe, anders als geplant, nur übers Wochenende, aber wir werden im Freien sitzen und es uns gemütlich machen, abends durch die Straßen laufen, uns im White Trash den Bauch mit Burgern vollschlagen, die Schotten bei der Rock:Liga besuchen, uns über gute alte und schöne neue Zeiten unterhalten, ausschlafen und andere tolle Dinge tun.

Vielleicht sieht man sich ja sogar. Ich freue mich jedenfalls schon, werde gleich meine Tasche packen und morgen Mittag per Mitfahrgelegenheit abdüsen.

Musik

Wenn ich heute DJ wäre… (2)

… würde ich folgendes auflegen:

Medium: www.youtube.com
Link: www.youtube.com

… bin ich aber nicht. Gott sei Dank.

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