Klammerauf.org - Zuerst einmal der Blog von mir, Ines. Über das Leben, Erwachsenwerden, Popkultur, Begegnungen, Veränderungen und alles, was mir gerade in den Sinn kommt.
Das Thema Twitter beschäftigt mich ja schon irgendwie - und nicht nur mich, denn auch für die Vermarktung von Produkten und Musik steckt viel Potential in der 140-Zeichen-Plattform. So las ich letztens erst über “Twitter For Musicians and Bands“.
Aber wer ist denn eigentlich dabei? So weit verbreitet, wie man denken würde, ist Twitter bei für mich interessanten Musikern leider noch nicht. Aber hier ein paar meiner Fundstücke:
@thewombats machen eigentlich alles richtig: sie twittern von unterwegs, aus dem Backstageraum, aus dem Studio und von sonstigen Erlebnissen. Im Herbst soll neues Material kommen, heißt es am 26. August.
@thesubways sind ähnlich aktiv, und das schon seit über einem Jahr. Hier erfuhr man von den Aufnahmen zum aktuellen Album “All Or Nothing”, von Secret Gigs und dem aktuellen Stand der Tour.
@soulwax twittern da ein wenig newsorientierter. Wer keine Lust hat, ständig die Hype Machine nach neuen Remixen zu durchforsten, bekommt hier kompakt alle Neuigkeiten rund um Soulwax und 2 Many DJs - handlich und mit Download- oder Videolink.
@musewire ist der offizielle Twitter-Account der Band Muse und wurde von ihrem Management ins Leben gerufen. Die Band twittert zwar nicht persönlich, aber es ist dennoch offiziell und als Fan lohnt es sich, zu followen.
Ich gehe so gut wie nie ins Kino. An mein letztes Mal kann ich mich auch nicht mehr erinnern, vielleicht war es sogar Hallam Foe letztes Jahr. Von Filmen verstehe ich bekanntlich ähnlich viel, wie von der anaeroben Wasseraufbereitung
“Wanted”, Originalton, Metropolis Kino Köln. Irgendwie ging es um Pistolenkugeln und Blut. Da war James McAvoy, der amerikanischen Akzent imitierte und im Laufe des Films ständig verprügelt wurde und blutete. Und natürlich Angelina Jolie, etwas zu knochig, tätowiert und aufgesetzt tough. Verwickelt in eine große Verschwörung um Killer, Schicksal, Vaterschaft und offene Fleischwunden.
Das Popcorn war gut. Eigentlich mag ich Popcorn am liebsten, wenn es vor lauter Zucker schön knusprig ist. Der Zucker muss auf dem Popcorn karamellisiert sein und darf gerne auch mehrere Pop-Körner miteinander verbinden, damit man nicht Korn für Korn aus der Tüte in den Mund befördern muss. Der absolute Kinospaß-Killer sind allerdings nicht aufgepoppte, harte Maiskörner und große Zuckerklumpen, die sich weder kauen, noch lutschen lassen. Zum Kino gehört nunmal süßes Popcorn, auch wenn ich alternativ bin und salziges theoretisch lieber mag.
Irgendwann gegen Ende des Films ging auch mein Popcorn zuende. Auf der Leinwand passierte gerade irgendetwas mit Kugeln und Blut. Alle konnten sie um die Ecke und im Kreis schießen. Noch eine Kugel! Blut! Und eine offene Fleischwunde!
Am Ende sitzt der noch immer nerdige James McAvoy in seiner Wohnung und schaut in Helden-Manier in die Kamera. “What the fuck have you done lately?”
Der Herbst ist eine besinnliche und faszinierende Jahreszeit. Meinen Herbst-Tipps vom letzten Jahr habe ich auch jetzt nicht wirklich etwas hinzuzufügen - alles, was noch fehlt, ist der perfekte Soundtrack zum in-die-Pfützen-hüpfen und Kastanientierchen-basteln. Oder so.
Meine persönlichen Top Ten für 2008 in zufälliger Reihenfolge.
Hercules And Love Affair - Hercules And Love Affair (MySpace)
Ein bisschen hip sind sie ja schon. Next Big Thing und so. Und funkig. Das selbstbetitelte Album bringt die nötigen Neonfarben in den Alltag zurück, wenn die Tage langsam kürzer und grauer werden. Sowas wie knallpink zum Beispiel. Oder hellgrün. Anspieltipp: “Hercules Theme”.
Glasvegas - Glasvegas (MySpace)
Aus Schottland kommt, wie der Name schon vermuten lässt, dieses Quartett. Einfach, klassisch und mit schallenden Gitarren kommt das Debütalbum daher. Auch, wenn es draußen grau ist. Anspieltipps: “Daddy’s Gone”, “Geraldine”. Live: 15.11. Paradiso, Amsterdam.
The Courteeners - St. Jude (MySpace)
Sie schreiben kleine, Britische Rocksongs, zu denen man am liebsten mit langem Wollschal im bunten Laub tanzen mag. Anspieltipps: “Not Nineteen Forever”, “What Took You So Long?”. Live: 27.09. Luxor, Köln.
Joy Division - Unknown Pleasures (MySpace)
Wenn es draußen regnet, gewittert und stürmt gibt es nichts Schöneres, als in eine Wolldecke gehüllt schwarzen Kaffee zu trinken und dieses Album zu hören. Passend hierzu ein Must-See: Anton Corbijns “Control” mit Sam Riley als Ian Curtis.
The Shins - Oh, Inverted World (MySpace)
Von vorne bis hinten ein Album voll von bezaubernden Melodien und fast schon ein Klassiker. Für den Herbstspaziergang und für sonnige Vormittage. Anspieltipps: “Caring Is Creepy”, “New Slang”.
The Indelicates - American Demo (MySpace)
Simon und Julia Indelicate singen zuckersüß über das Sechzehnsein, die Kunst und die Absurditäten unserer Welt. Anspieltipps: “Sixteen”, “New Art For The People”. Live: 27.09. Glanz & Gloria, Osnabrück.
Black Kids - Partie Traumatic (MySpace)
Auch im Herbst sollte das gepflegte Tanzengehen nicht zu kurz kommen. Wenn es draußen kälter wird, sind die Clubs lauschig warm und die Black Kids liefern den perfekten Soundtrack dazu. Der Hit: “I’m Not Gonna Teach Your Boyfriend How To Dance With You”. Ansonsten: “Partie Traumatic”. Live: 9.11. Werkstatt, Köln.
Editors - An End Has A Start (MySpace)
Was die Editors angeht, habe ich schöne Liveerinnerungen. Imposante Songs und eine eindrucksvolle Atmosphäre. Die kann man sich mit diesem Album auch ins Wohnzimmer holen - am Besten Kerze anzünden und im Halbdunkeln genießen.
Patrick Wolf - Wind In The Wires (MySpace)
Patrick Wolfs zweites Album ist ein wenig düster und nachdenklich. “The libertine is locked in jail, the pirate sunk and broke his sail.” singt er und ist wahrlich etwas ganz Besonderes. Anspieltipps: “The Libertine”, “Tristan”, “Teignmouth”… ach, eigentlich alles.
Pete And The Pirates - Little Death (MySpace)
Pete And The Pirates aus Reading, England, bringen ein wenig Sommerfeeling zurück. Seit Februar steht das Album bereits in den britischen Läden und spätestens jetzt kommen die fröhlichen Songs richtig zur Geltung. Anspieltipps: “Mr Understanding”, “Come On Feet”. Live: 26.09. Studio 672, Köln.
Seit Mai bin ich auch dabei und teile auf 140 Zeichen meine Gedanken und Aktivitäten mit der Welt. Was ich gerade mag, was ich gerade denke und was gerade passiert. (Wie zum Beispiel meinen Haarschnitt Marke Eigenbau.)
Nachdem Twitter sich schon lange in Internet, Literatur und Lyrik etabliert hat und uns regelmäßig darüber informiert, wann unsere Blogfreunde aufs Klo gehen und was sie über das Fernsehprogramm denken, entdecke ich neue Hemisphären.
Da ist zum einen Blip.fm, das musikalische Gezwitscher. Eigentlich perfekt für jemanden wie mich - täglich, stündlich, minütig neue Songs posten, mit einem kleinen Vermerk dazu. Und wenn es das nicht eh schon ist, wird es sicher bald das nächste große Ding zum Entdecken neuer Musik und Verbreiten von Funstücken aus der Hype Machine.
Eine weitere neue Leidenschaft von mir ist FoodFeed. Twittern, was ich gerade esse - grandios! “Spätestens nach einem halben Jahr fängst du an zu kochen!” - diese Vorhersage meiner Familie hat sich zumindest teilweise bewahrheitet und somit bereite ich mir sogar hin und wieder recht kreative Dinge zu.
Wer mich also weiterhin stalken will, kann mich hier followen, listenen und wasweißichalles. Gehört ja schon irgendwie ein bisschen Exhibitionismus zu - und Voyeurismus auf der anderen Seite.
Normalerweise ist es samstagabends immer voll. Man trifft sich, redet und tanzt. Bis man den Drink von der Bar bis zu einem anderen Ort maneuvriert hat, können unter Umständen vier oder fünf Lieder vergehen. Und der Drink ist derweil eh schon verschüttet, denn mindestens einer der Songs ist ein Hit, zu dem alle rumhüpfen.
Letzten Samstag war es leer. Gähnend leer. “Wahrscheinlich das gute Wetter. Die Leute grillen lieber.” Ich konnte mir allerdings niemanden vorstellen, der um ein Uhr nachts noch grillte. Wahrscheinlich lagen die Leute betrunken neben Holzkohleresten in irgendwelchen Parks oder hatten bereits an diesem Abend die Liebe ihres Lebens kennengelernt, sodass ihnen ein Besuch in einem Club der Stadt sinnlos erschien. Oder beides.
“Ey, der Typ da im schwarzen T-Shirt! Kennst du Stromberg?” Ich deutete auf die Tanzfläche.
“ULF!” Der Name schoss aus ihrem Mund wie ein Sinnbild des Internetkürzels OMG gepaart mit einer O RLY?-Eule.
Ulf war allerdings Spanier und komplett besoffen. Hin und wieder zerrte er einen schweren Barhocker auf die Tanzfläche, um sich darauf zu stellen und einen besseren Überblick zu haben. Als irgendwann Mando Diao lief, drehte er komplett durch.
Ich beneidete ihn nicht. Weder um seine Ähnlichkeit zu Charakteren aus deutschen Fernsehformaten, noch um seinen sicheren Kater am nächsten Morgen.
Nach dem morgendlichen Feierabendbier mit dem Thekenpersonal fuhr ich nach Hause, las im Zug irgendeine unlustige Regionalzeitung vom Sitz neben mir und holte mir ein Sandwich bei Subway. Ich war nüchtern, satt und zog mir vor dem Schlafengehen noch eine Episode Stromberg rein.
Wenn einer nicht die Erlaubnis hat, MGMT zu covern, dann sind es zweifelsohne die Kooks. Sie tun es trotzdem. Mit akustischer Gitarre und britischem Akzent. Ich würde es gerne komplett scheiße finden, aber dafür mag ich den Song zu sehr.
Anfang Mai habe ich (wie berichtet) die Band aus Brighton spontan für SchoolJam interviewt. Das Heft, in dem das Interview nachzulesen ist, ist bereits vor einer Weile erschienen und nun entdeckte ich durch Zufall das zugehörige Video.