Online

Are you British in bed?

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Geben wir’s doch zu, die Frage haben wir uns alle schon einmal gestellt. Diese wunderschön gemachte Flash-Seite inklusive lebendiger, britischer Passkontrolle-Beamtin bringt uns der Antwort auf diese Frage ein Stück näher. Dabei wirbt sie ganz nebenbei für das neue, nicht ganz jugendfreie Massageöl der Firma K-Y® .

Aber Werbung hin oder her, die anschaulich zu beantwortenden Fragen, die lustige Beamtin und die Neugierde auf das letztendliche Ergebnis sind es wert. Ich bin übrigens 73% Brasilianisch im Bett und meine bedroom powers sind legendary. Als hätte ich das nicht schon immer gewusst…

Dann mal los, are you British in bed?

Anmerkung: Um den Test machen zu dürfen, muss man selbstverständlich 18 Jahre oder älter sein. Und ruhig mehrmals versuchen, die Fragen ändern sich nämlich.

Persönlich

Live aus dem Hofgarten

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Hallo aus dem wunderschön sonnigen Hofgarten der Uni Bonn. Ich sitze hier auf der Wiese mit meinem Laptop, einer besseren W-Lan-Verbindung als bei mir zu Hause und mit einem Blick auf das Unigebäude, die grünen Bäume, schlafende, rumsitzende und fußballspielende Studenten und den blauen Himmel. Soeben habe ich meine Programmier-Hausaufgaben erledigt, bis zum nächsten Kurs ist es noch eine Stunde und ein angenehmer Wind streift mir durchs Haar. Aus meinen Boxen tönte bis eben noch Jack Peñate und vielleicht hätte ich doch vorne an der Ecke eine Schale Erdbeeren kaufen sollen. Hmmmm.

Ich war ja nie ein Sommer-Fan, aber momentan ist es wirklich schön hier. Ich revolutioniere gerade mein Leben (was die kurzweilige Blog-Abstinenz erklärt), genieße jeden Tag und meine neuen Ideen füllen seitenweise mein Notizbuch. So weit, so gut. So lange es noch warm und sonnig ist, werde ich noch ein bisschen barfuß auf der Hofgartenwiese sitzen.

(Das obrige Foto entstand übrigens aus einer cleveren Kombination von meinem billigen Fotohandy und meinem billigen Laptop mit Infrarotport. Wer braucht schon Multifunktionsgeräte und so?)

Persönlich

Sorry, verwählt!

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© Guas

Wunder Technik hin oder her, solange noch immer Menschen darin involviert sind, läuft immer irgendwo irgendetwas schief. Täglich vertippen sich weltweit abertausende Menschen beim Telefonieren, speichern die Nummern ihrer Discobekanntschaften falsch ab oder schicken SMS an fremde Nummern. (Allerdings sind auf diese Weise offenbar schon zahlreiche Liebesbeziehungen entstanden.)

Vor einiger Zeit bekam ich regelmäßig Anrufe auf meinem Handy mit der Bitte, mich doch um die Pferde zu kümmern. Meist Sonntagmorgens gegen 9. Ich blieb jedes Mal freundlich, erklärte, dass ich noch nie ernsthaft etwas mit Pferden zu tun gehabt hätte und dass es sich sicher um einen Zahlendreher in der Handynummer handle. Das Mädchen am anderen Ende schien zu verstehen. Zehn Minuten später, gerade als ich wieder friedlich eingedöst war, klingelte es wieder. Was denn die Pferde machten, wollte ein Mädchen wissen.

Eine Woche drauf rief sie wieder an. Seitdem warte ich auf meinen persönlichen Großstadtmärchenprinzen, der rein aus Versehen, aus dem menschlichen Versagen heraus, zufällig meine Nummer wählt und mich glücklich macht. Träumen darf man ja noch.

Persönlich

Eines Tages holen sie mich ein

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© Marco Wehe

“Eines Tages hole ich ihn ein, dann bin ich älter als er!” meinte meine kleine Cousine immer, angesichts der Tatsache, dass sie leider ein Jahr jünger als mein Bruder war. Er war damals vielleicht 6, sie 5. “Das geht nicht!” erklärte ich ihr jedes Mal. “Warum?” wollte sie wissen. “Weil… Menschen werden halt immer gleichmäßig älter.”

Ich war schon immer schlecht darin, kleinen Kindern das Wesen der Welt zu erklären. Und ich hatte noch nicht einmal Recht, denn manche Menschen werden einfach schneller älter als andere. Darüber sinierte ich den Rest des Freitagabends, mit Würstchen mit Ketchup und Cola in der Caféteria der Gesamtschule meines kleinen Bruders.

Die Kinder, die durch die Aula liefen und Krach machten, waren durch die Bank weg größer als ich. Nicht nur so ein bis zwei Zentimeter, sondern mindestens einen Kopf. Manche waren vielleicht fünfzehn, andere zwölf. Andere dreizehn, wie mein Bruder und seine Klassenkameraden und dann waren da noch die ganz Kleinen. Einige von ihnen trugen weiße Masken und probten ihren Auftritt.

Mit der Digitalkamera meiner Eltern bewaffnet, schlich ich am Bühnenrand herum und versuchte, einen Blick auf meinen kleinen Bruder zu erhaschen, der in der hintersten Ecke den Song “Bilder von dir” auf dem E-Bass begleitete. “Da war halt der Verstärker. Ging nicht anders.” Seine Klassenkameraden schmetterten mehr oder weniger im Takt den Text ins Mikrophon und die Solosängerin trug ein glitzerndes Kleid und sah damit sicher glamuröser aus, als ich auf meinem Abiball.

“Das ist meine Tochter!” stellte mich mein Vater unentwegt fremden Eltern vor. Ich nickte. “Geht sie auch hier auf die Schule?” - “Nein, sie studiert schon!” antwortete mein Vater stolz. Ich nickte wieder.

Schulveranstaltungen waren schon immer seltsam und wenn ich die Klassenlehrer mit ihren Schützlingen so ansah, war ich froh, endlich draußen zu sein. Auch wenn ich optisch ganz klar zwischen den Fünft- bis vielleicht Elftklässlern unterging. Das Würstchen mit Ketchup lag mir schwer im Magen. Vielleicht holen sie mich ja doch eines Tages ein.

Design

Happy Food

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© jsc*

Wenn der nervenaufreibende und teure Monat Mai vorbei ist und ich wieder frisches, neues Geld auf dem Konto habe, wird meine Top-Priorität für den frühen Sommer ganz klar ein so ebenso frisches Essen. Schluss mit Mensa-Kantinenfraß tagein tagaus, mit Instant-Tassenfood, Haferflocken und Dosen-Nudelsalate.

Und was kommt da gerade recht? Glückliches Essen! Bezaubernd niedlich und genau das Richtige, um meine trübe Stimmung mal wieder auf Vordermann zu bringen. Da läuft einem glatt beim Zuschauen das Wasser im Mund zusammen. Juni, ich komme!

Kultur

Shake Some Action! - Der Nachbericht

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Mit Kuchen und einem Haufen Flyer nisteten wir uns nachmittags im Club ein, machten noch ein wenig Last-minute-Promotion, begleiteten die Bands beim Soundcheck und gingen nebenan im Schmelztiegel beim wunderbaren Brit Pub Fish’n'Chips essen und Kilkenny trinken. Draußen vor dem Club bildete sich langsam eine Schlange.

Tatsächlich eine Schlange. Unsere Freunde, sowie andere Menschen, die mir spontan unbekannt waren, standen an, um sich das Konzert anzusehen. Eine Schlange. Aus dem Fenster der Kneipe betrachteten wir die Menschenmenge und langsam stieg die freudige Nervösität in uns hoch.

Nun ging alles ganz schnell. The Mania Agape überzeugte mit Hasenmaske und klirrenden Elektro-Sounds und BEAT!BEAT!BEAT! legten eine Mördershow hin und überzeugten wirklich jeden, dass sie definitiv die Nummer 1 des deutschen Bandnachwuchses sind.

Die Sorge eines jeden Partyveranstalters ist, dass auf der Tanzfläche gähnende Leere herrscht und die Barsitzer nur betrübt dreinblicken - vor allem, wenn man einen hochkarätigen DJ hat und quasi im Feld Partyveranstaltung und Entertainment debütiert. Doch bis auf ein paar Turbulenzen hatten wir alles Glück der Welt.

Gegen 1 fielen erst die Plattenspieler und dann ein CD-Deck nach dem anderen aus. Stress. Die Techniker hatten sich bereits auf den Heimweg gemacht und der Club wurde lediglich repräsentiert von einem Türsteher und zwei Barkeepern, die mit DJ-Equipment prinzipiell relativ wenig am Hut hatten. Für eine knappe halbe Stunde improvisierten unsere DJs nun mit nur einem CD-Spieler, bis sie es schließlich schafften und die Technik übermannten. Der Abend war gerettet.

Und so tanzten wir mit netten Leuten zu wundervoller Musik, während die anderen Clubs der Luxemburger Straße schon alle geschlossen hatte und so lange, bis es schon fast wieder dämmerte.

Danke an alle, die vorbeigekommen sind und mit uns gefeiert haben! Danke an unsere DJs Mikey und Mika, die Helden des Abends! Danke an BEAT!BEAT!BEAT! und The Mania Agape für die tollen Konzerte! Danke an Jasmin, Franzi, Anna und all die anderen. Es war großartig. (Fotos folgen.)

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