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Julian steigt ins Web-Business ein

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Wie im vorletzten Post angekündigt, hier die erste eigene Homepage meines kleinen Bruders. Vor ein paar Tagen fragte er mich, ob ich ihm nicht beibringen könne, wie man eine eigene Seite macht und somit erklärte ich ihm spontan an einem Abend ein wenig HTML und die Grundlagen von Adobe Photoshop. Er verbrachte danach fast die komplette Nacht am PC (kennen wir doch auch irgendwoher) und hier ist also das Resultat.

Website: julian.klammerauf.org
Daten: Julian M., 12 Jahre, Nähe Köln
Warum eine eigene Homepage: Um mal was neues auszuprobieren und Freunde zu finden
Ambitionen für die Zukunft: Eine bekannte Website haben und das Web 3.0 erfinden
Momentan beschäftigt mit: Version 2 der Homepage
Außerdem vertreten bei: MySpace & SchülerVZ

Live

Melt! 2007

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Foto: Marc Seebode, meltfestival.de

Das Melt! war durch und durch heiß, im wahrsten Sinne des Wortes. Tagsüber gefühlte fünfzig Grad im Schatten und mindestens doppelt so viel im Zelt, nachts dafür eine wahnsinnige Atmosphäre mit Stahlgiganten, bunten Lichtern und toller Musik. (Ausführlicher Konzertbericht mit vielen Fotos folgt auf TheHeadhoops.org).

Jamie T brachte ultimatives Sommerfeeling, es wurde langsam Abend mit Kettcar, wir schauten Ladytron und verpassten die Hits, gingen ab zu Lady Sovereign im Coca-Cola-Zelt und ließen den Abend ausklingen mit dem einstündigen Set der Thermals.

Der nächste Tag begann chillig mit einer Abkühlung im See und dann irgendwann Virginia Jetzt! (”Wer hat noch nicht geschlafen? Wer hat gestern chemische Substanzen zu sich genommen? Und, achja, wer war der Idiot, der mich gestern bei DJ Koze angerempelt hat?”) und den liebenswürdigen Shout Out Louds. Wir schauten zum fünften Mal in meinem Leben die Rifles und wurden schließlich von einer Black Rebel Motorcycle Club Autogrammstunde abgelenkt, aßen Chinesische Nudeln zum Set der genialen Hot Chip, tanzten nonstop zu Goose, genossen Tocotronic (sehr atmosphärisch) und ließen uns schließlich von Black Rebel Motorcycle Club faszinieren. Die Horrors lieferten die wohl nervigste und gestellteste Show, Shitdisco sind beim zweiten Mal auch nicht das, was sie mal waren und die Presets heizten schließlich nochmal richtig ein, mehr oder weniger.

Hat sich sehr gelohnt, meine Souvenirs sind Sonnenbrand, das Bändchen, ein Pressepass, haufenweise Heftchen und Flyer, ein Wächter des Tages Schlüsselband und eine Handy-Anwendung + Hintergrundbild, die ich mir, konsumgeil wie ich bin, kostenlos per Bluetooth am T-Mobile-Stand runtergeladen hab.

Nächstes Jahr gerne wieder.

Online

Nachtrag & Vorfreude

Moin Ines,
es tut mir wirklich Leid das ich dein Design einfach geklaut habe und es als meins ausgegeben habe, eigentlich wollte ich mir nur ansehen wie es aufgebaut war aber naja dann habe ich es einfach etwas verändert, und ich würde es auch nicht gut finden wenn irgendjemand mein Design klaut, deswegen tut es mir sehr Leid.
Ich habe jetzt ein neues Design gemacht und ich hoffe du verzeist mir!MfG Tobi

Sehr nett und anständig, wollte ich nur mal gesagt haben. Für alle, die sich für den weiteren Verlauf der Designklau-Geschichte interessiert haben, damit ist das Thema also vom Tisch.

Falls euch auch so etwas passiert, wünsche ich euch, dass die Sache einen ebenso mehr oder weniger guten Ausgang nimmt. Außerdem noch: Einen sehr aufschlussreichen Vortrag von Thomas Schwenke über Designklau aus rechtlicher Sicht findet man im 78. Technikwürze Podcast (Danke an Goldjunge für den Hinweis), empfehlenswert ist auch der elfteilige Artikel über Designklau, ebenfalls von Thomas Schwenke und sehr lesenwert.

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Bin momentan ziemlich im Packstress fürs Melt!, habe schon sämtliche Packlisten und Tipps & Tricks durch und weiß immer noch nicht so recht, wie ich den Kram nun in die geniale alte Oldschool-Ledertasche (nein, ich besitze keinen Trekking-Rucksack) verstaut bekomme. “Spätestens, wenn morgens, nach durchtanzter Nacht unter freiem Himmel, die Sonne aufgeht und hinter bunt strahlenden Stahlgiganten den See in wunderbares Licht taucht, wenn das moderne Indieherz endgültig mit dem hysterisch begeisterten Beat des Jetzt verschmilzt und alle Arme hoch in die Luft fliegen, dann ist es wieder da: dieses Melt!-Gefühl.” (meltfestival.de) - Ich freu mich drauf!

Renés Stöckchen kommt, wenn ich wieder zurück bin, genauso wie viele Festivalerkenntnisse und die erste eigene und selbstgemachte Homepage meines kleinen Bruders, dem ich gestern abend HTML beigebracht habe. Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!

Online

I may copy it, right?

Ach ja, jetzt wo ich wieder eine aktuelle Seite habe, fällt es mir wieder ein: da war ja noch etwas, weswegen ich früher immer diese ganze Webdesignscheiße verflucht habe…

Gefunden über meine Referrer-Statistik. Eigentlich hasse ich öffentliches an-den-Pranger-stellen, aber das fand ich nach einem tollen, aber ermüdenden 4-Stunden-Shoppingmarathon mit meinem Bruder doch ein wenig dreist.

Aber: mein kleiner Bruder hat jetzt eine wunderschöne Hose von Cheap Monday, einen Hut und eine Sonnenbrille, mit der er locker mal 3 Jahre älter aussieht. Das nenn ich mal eine Ausbeute.

Design

Ausziehen und so

Im Oktober spätestens zieh ich aus. Billig, IKEA-Style, möglichst wenig Quadratmeter mit Kochnische und Bad. Und erst ein bis zwei Monate vorher erfahre ich, in welche Stadt. Das Warten frustriert mich genauso wie die Tatsache, dass ich trotz gutem Abischnitt vielleicht viel zu schlecht bin.

Aber ich bin optimistisch, werde meine Einzimmerwohnung wunderschön do-it-youself-mäßig einrichten und die Leute auslachen, die meine Eltern Rabeneltern nennen, nur weil sie sich im Gegensatz zu anderen von ihren Kindern trennen können.

Wunderschön, leider nicht in einer Studentenbude realisierbar (vielleicht irgendwann, wenn ich groß bin):
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Foto: Marie Claire Maison

Ebenfalls (ich würde allerdings die sterilen weißen Wände als Ausstellungsfläche für meine Flyer-Sammlung verwenden):
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Foto: Apartment Therapy

Oder auch so, scheiß auf die ganze moderne Innenarchitektur:
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Foto: Ridin’ Dirty Face [via iCiNG]

Oder ganz einfach so, das ist nämlich mein Zimmer:
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Andere Inspirationen? Ich vermisse die Ikea-Magic und das ganze Drumherum. Aber ich kanns kaum erwarten, alles in Kisten zu packen und irgendwo anders auf diesem Planeten wieder aufzubauen.

Unterwegs

Impressionen der letzten Tage

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Foto: Franzi

Dass man halbwegs als Jugendlicher und potentielles Drogenopfer durchgeht, merkt man dann, wenn man im ICE aus Amsterdam zwischen Duisburg und Düsseldorf von zwei Zollbeamten kontrolliert wird, die einen daraufhin ausfragen und einem das gesamte Gepäck durchwühlen. Er: “Haben Sie Drogen dabei?” - Ich: “Nein.” - Er: “Sind Sie sicher? Nichts Illegales?” - Ich: “Ja, ganz sicher.” - Er: “Auch keine Waffen?” - Ich kann mir das Schmunzeln nicht verkneifen. “Nein, auch nicht.” - Er, todernst: “Man weiß ja nie.” Ich offenbare ihm meine unordentlich gepackte Tasche mit getragener Unterwäsche, Nachthemd, Kulturbeutel und Regenschirm und er lässt uns schließlich in Ruhe.

Hier ein paar Dinge, die mich in den letzten Tagen beschäftigt haben, Namedropping und Schleichwerbung inklusive:

  • Knoppers. Das Frühstückchen, morgens halb zehn in Deutschland und so. Diese Marke besticht nicht nur mit den wahnsinnig authentischen TV-Spots, sondern auch mit 132 Kalorien pro Stück. Schmeckt aber trotzdem gut.
  • SET! von Ravensburger. Ich bin mir sicher, das kennt niemand, aber es macht Spaß - vor allem, wenn man bei einer richtigen Kombination statt “Set!” in alphabetischer Reihenfolge Bandnamen oder ähnliches rufen muss. Beim falschen Buchstaben hat man genauso verloren wie bei einer falschen Kombination.
  • Elektromusik live ist nicht immer nur ein Typ hinterm Laptop, bei dem man ständig das Gefühl hat, er würde den Song in iTunes laufen lassen und nebenbei exzentrisch Tetris spielen. Oder Solitär. Oder Minesweeper, am besten die durchaus amüsante Version in grün mit den Blumen. Does It Offend You, Yeah? haben schon einen geilen Bandnamen plus schickes Logo und waren live super. Hätte ich echt nicht gedacht.
  • Chess Titans von Windows Vista. Ich habe in irgendeiner schlaflosen Nacht Zweigs Schachnovelle gelesen und war für einen Moment davon überzeugt, ich könne jede Partie gewinnen, wenn ich nur vernünftig nachdenken würde. Vor allem gegen so einen lächerlichen Schachcomputer von Microsoft. Plötzlich war allerdings mein König weg, so kann’s gehen.
  • Die Burger King Filiale in Amsterdam am Leidseplein. Von oben hat man einen guten Blick auf das Bulldog, Amsterdams berühmtesten Coffeeshop, und kann beim “Long Chicken”-Burger-Mampfen die Touristen beobachten, die total zugedröhnt und stoned aus dem Laden in die Kälte stolpern. 100%ig mehr Entertainment als die langweiligen Fernseher mit Burger King TV hierzulande.

Danke an meine wunderbaren Freunde und Bekannte hier und auf der anderen Seite der Grenze. Franzi, Ima, Janna, Eru, Roos, Laura, Laura, die nette Türsteherin und alle anderen, deren Namen ich gerade nicht weiß.

So, bis Freitag heißt es jetzt erstmal wieder “Es sind Ferien und selbst wenn keine wären, hätte ich nichts zu tun.”

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