Unterwegs

© spaztacular
Wer schon einmal in Bonn war, kennt es sicher: das berühmte Bonner Loch. Auf einem tiefergelegten Areal am Hauptbahnhof trafen sich tagein tagaus die Ausgestoßenen der Gesellschaft - Menschen, die die frische Hauptbahnhofsluft liebten und bevorzugt mit einem eisgekühlten Kioskbier in den Morgen starteten. Alles interessante Menschen mit eigenen Schicksalen und Geschichten - oft alledings ein wenig zu sehr dem billigen Bier und langen Bärten zugetan.
Aber diese Romantik ist nun passé, denn am 1. Juli trat das Alkoholverbot in der Bahnhofsgegend in Kraft. Offiziell verabschiedet von der Stadt Bonn und mit gar rührenden sozialen Ambitionen: Hilfe für Suchtkranke statt Ignoranz und gleichzeitig das Schaffen eines schöneren Stadtbildes. Denn wer will schon Alkoholleichen sehen, wenn er die United Nations city und ehemalige Hauptstadt besucht?
Aber Moment mal - irgenwie ging das Ganze nach hinten los.
Dabei hätte es so einfach sein können - doch anstatt dem Alkohol zu entsagen und sich einen Job und eine Wohnung zu suchen, zogen die Bewohner des Bonner Lochs weiter - und zwar nur um einige Meter. Genau dort, wo die Grenzen der alkoholfreien Area aufhören: vor die Uni, in den Hofgarten, an den Brunnen an der Poppelsdorfer Allee und auf die Bänke der Bushaltestellen.
Hier, zwischen Studenten und Cafébesuchern, darf man noch gemütlich und genüsslich ein Bierchen zischen, denn kein Alkohol ist schließlich auch keine Lösung, das wussten schon Die Toten Hosen. Die Kollegen sitzen derweil noch immer im Loch, rauchen Tabak und schlendern hin und wieder zur Uni, um sich ein kleines Schnäpschen zu genehmigen.
Wer sich also demnächst abends per Zug auf den Weg nach Köln macht und über das berühmte, rheinische “Bier für’n Weg” nachdenkt: Vorsicht, der Spaß könnte bis zu 1000€ Bußgeld kosten.
Siehe auch:
Mittwoch, 9. Juli 2008
Online

Auf TheHeadhoops.org haben wir nun den ultimativen Test für alle, die schon immer mal wissen wollen, wie sie eigentlich ticken und auf welchen Festivalgeländen sie sich am besten in den kommenden Monaten rumtreiben sollten. Mit lustigen Fragen und Texten - ruhig mal alles ausprobieren und durchklicken (denn wir sind stolz drauf).
Also, welcher Festivaltyp bist du?
Donnerstag, 3. Juli 2008
Online

© hfb
Nein, ich habe es nicht vergessen, vor genau einem Jahr ging dieser/dieses Blog online und somit ist heute sein erster Geburtstag. Am zweiten Juli. Alles begann recht unscheinbar, mit ein paar Gedanken, was ich denn in Zukunft mit meiner Seite anstellen sollte, einem schwarz-pink-weißem Layout, meiner Lust aufs Schreiben, Motivation von Marcel, WordPress und schließlich diesem Beitrag.
Seitdem ist viel passiert. Ich habe 140 Beiträge geschrieben, einen Studienplatz gefunden, bin aus- und umgezogen, achtzehn geworden, ich feierte Silvester, das Jahr 2008 begann, ich ging auf Tour, und nochmal, und nochmal. Ich versuchte mich erfolgreich als Partyveranstalter und fand einen Job. Und jetzt bin ich hier.
Danke an euch alle, dass ihr hier seid! Danke für nette Worte, Kommentare, Anregungen und Inspiration. Ich ziehe jetzt ein Kleid an, tanze bei offenem Fenster zu “Girls Just Wanna Have Fun”, während ich meine Wohnung für den Wochenendbesuch aus Berlin herrichte.
Mittwoch, 2. Juli 2008
Kultur
Endlich wie versprochen auch ein kleiner bildlicher Einblick in unsere Shake Some Action! Party am 22. Mai im Kölner Blue Shell. Danke an dieser Stelle natürlich an Anna Strauch und Simon Dehn für die Bilder.
Mehr und größere Bilder der Sause gibt es bei TheHeadhoops.org.






Donnerstag, 19. Juni 2008
Persönlich

© Kake Pugh
Ich arbeite jetzt bei LUSH, was so ziemlich der großartigste Nebenjob ist, den man sich nur vorstellen kann. Als ich heute vom Probearbeiten mit einem Arbeitsvertrag und einem Goodie-Bag in der Hand nach Hause kam, roch mein ganzer Körper nach Vanille-Massageöl, johannisbeerigem Schaumbad und bunten Badekugeln und ich fühlte mich wie ein lebender, glitzernder Teil dieses wunderbaren Ladens.
Mein Job ist es nun, den Leuten, die angelockt vom Duft unseren Laden auf der Bonner Fußgängerzone betreten, die wunderbaren Badekometen, Bubble Bar Slices, Shower Jellies und Seifen näherzubringen, vorzuführen und zu verkaufen. Die “Champagne Supernova” Badekugel zum Beispiel. Oder die “Honey I Washed The Kids” Seife.
LUSH ist wundervoll, auch aus ethischer Perspektive nicht zu verachten und ab heute bin ich ein Teil davon. Und glücklich. Demnächst gibt es hier also auch Interessantes rund um die Arbeitswelt, Begegnungen mit Kunden, “Nein, das ist Seife, kein Käse!” und “Ey! Es ist pink! Und es glitzert!” - Man darf gespannt sein.
(Vielleicht werde ich demnächst via Twitter über meine Arbeitszeiten informieren - dann ist jeder gern eingeladen, mich zu besuchen und sich von mir in die duftende LUSH-Welt einführen zu lassen.)
Mehr zum Thema LUSH:
Samstag, 14. Juni 2008
Persönlich

© LUSH, H&M, Kolby Kirk, Stadt-Flohmarkt, Tesa, Dirty Pretty Things, my_amii
ROCK’N'ROLL: LUSH - unwiderstehliche Beauty-Schmankerl, die auf die Namen Champagne Supernova, Sex Bomb oder Rockstar hören und die man am liebsten aufessen würde; Notizbücher - wirken wahre Wunder und halten den Kopf frei, für To-Do-Listen, Tagespläne, Ideen, Skizzen und Inspiration; meine neue Lederjacke; der Flohmarkt am Kölner Unicenter - jedem Samstag von 8 bis 16 Uhr und ein Paradies für Schnäppchenjäger und Vintage-Liebhaber; bei schönem Wetter mal nach Hause laufen anstatt den Bus zu nehmen; in der Not erfinderisch werden und sich wie MacGyver fühlen - verstopfte Waschbecken mit Tesa Powerstrips reparieren und Toast Hawaii mit dem Föhn zubereiten; im sonnigen Hofgarten auf der Wiese sitzen und im Internet surfen; Wayfarer-Sonnenbrillen; reinhören in die neue Dirty Pretty Things Platte - “Romance At Short Notice”; nächtliche Stromberg-Wiederholungen.
EHER NICHT SO: die EM - dank dem lauten Stimmorgan meiner Nachbarn bin ich auch unfreiwillig stets über die aktuellen Spielstände informiert; Dauerregen im Juni - vor allem gerade dann, wenn ich meinen freien Tag habe; das konzerttechnische Sommerloch - alle Bands sind auf Festivals beschäftigt und niemand spielt Konzerte, dabei ist mein erstes Festival noch Ewigkeiten hin; schlechter WLAN-Empfang; der Anblick der schottischen Munchy Box; das berühmte Motivationsloch.
Und bei euch so?
Donnerstag, 12. Juni 2008