Musik

Auf Kooks-Mission in Wuppertal

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Als Anna mich gestern anrief, um mich zu fragen, ob ich die Kooks interviewen wolle, hielt ich es zuerst für einen schlechten Scherz. Diese Band war mir stets suspekt gewesen, ich sah sie 2006 als Indie-Newcomer einen Gig nach dem anderen verkacken und irgendwann hatte ich keine Lust mehr. Wir tauften sie mehr oder weniger liebevoll The Cocks und ich ignorierte die Musik so gut es ging.

Aber nun suchten Schooljam jemanden, der Bandinterviews machte und kurzfristig Lust und Zeit hätte und so sagte ich spontan ja.

Wir fuhren also nach Wuppertal, wo ein exklusives Einslive Radiokonzert stattfinden sollte. Es war warm und sonnig, der Club war ein Theater mit Sitzreihen, die an ein Kino erinnerten und vor dem Eingang warteten bereits scharenweise junge, weibliche Fans.

Es gab Drinks for free vom Haus, wir bauten unser Equpiment auf der Tribühne auf und nahmen Platz mit Luke und Paul. Auf den ersten Blick zwei britische Jungs, die viel redeten, nuschelten und in erster Linie Musik, Party und Fußball im Kopf hatten. Allerdings waren sie gerade einmal Anfang zwanzig und bereits dicker im Musikgeschäft als manch anderer es jemals zu träumen gewagt hätte. Die Platte “Inside In, Inside Out” war ein Renner gewesen und auch der Nachfolger “Konk” wurde in der Musikpresse als Sommer-Hitalbum gelobt. Die Shows in Köln und Berlin waren bereits restlos ausverkauft.

Wir redeten also über das Leben auf Tour, die neue Platte, Rockstar-Pfarrer, Festivals auf Bauernhöfen und Fußballspiele gegen Kinder. Relaxed, in Kino-Ambiente und all meine Erwartungen übertreffend. Als die Jungs die brandneue, schwarze E-Gitarre signierten, die es bald zu gewinnen gibt, wusste ich: irgendwie sinds doch nur kleine, englische Jungs.

Das Interview sowie ein Video (ja, es wurde tatsächlich gefilmt) gibt es bald bei Schooljam.

2 Kommentare zu “Auf Kooks-Mission in Wuppertal”

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