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3 Gründe, warum Konzerte in Holland die besten sind

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Foto: TheHeadhoops.org

Meine These: Es ist eigentlich fast unwichtig, auf was für Konzerte man geht, Hauptsache man geht auf welche (Ausnahmen bestätigen die Regel). Freitag bin ich in Amsterdam beim 5 Days Off Festival (die Website ist übrigens nicht unansehnlich), einem Ableger vom London Calling (weniger schöne Website). Indoor, super Lineup und außerdem begründeterweise im mitunter besten Konzertland.

Anmerkung: Im Folgenden werde ich oft die Begriffe “Holland”, “Holländer” und “Holländisch” verwenden, korrekt wäre natürlich “Die Niederlande”, “Niederländer” und “Niederländisch”, da ich das gesamte Land meine. Holland klingt aber einfach besser.

1. Holländer haben einen besseren Musikgeschmack
Diese Aussage ist sicher so zutreffend wie “Alle Deutschen haben blonde Haare”, aber irgendeinen Grund muss es schließlich dafür geben, dass aufstrebende, meist Britische Bands auf ihrer Promotion-Tour auch jedes Mal einen kurzen Abstecher auf holländisches Terrain machen. Die Konzerte sind immer gut besucht und das Publikum ist überdurchschnittlich gutaussehend. Zufall? Wer nun immer noch ein Bild des jungen Rudi Carrell vor den Augen hat, lebt definitiv in der Steinzeit.

2. Das Paradiso
Paradiso ist der klangvolle Name des wohl besten Konzervenues Hollands Europas der Welt. Früher war es eine Kirche und dementsprechend pompös sind auch Eingang und Halle. Von Emporen hat man zweistöckig wie in einer alten Oper den perfekten Blick auf die Bühne, welche sich vor großen Kirchenfenstern befindet. Eine einmalige Atmosphäre, nur das Bier kostet 3 Euro. Zum Vergleich: Babyshambles und Tokio Hotel spielen im Paradiso. Da ist doch für jeden was dabei.

3. Der Ausländerbonus
Ausländer in Holland zu sein ist wundervoll (wenn man den Leuten nicht gerade auf die Nase bindet, dass man deutsch ist). Wenn ich nach London fahre, muss ich mich dort mit Englisch verständigen, die Leute merken zwar, dass ich Ausländer bin, aber ich spreche immerhin noch ihre Muttersprache. Anders in Holland. Da meine Holländischkenntnisse sich auf “Roken is dodelijk” (Rauchen ist tödlich) und “Vruchtbaarheid is geweldig” (Fruchtbarkeit ist toll) beschränken, bin ich auch dort aufs Englisch angewiesen, was ja bekanntlich auch für Holländer eine Fremdsprache ist. Fragen wie “Are you with the band?” sind an der Tagesordnung.
Tipp für alle, die es in nächster Zeit nicht ins Ausland schaffen: Einfach mal auf einem Konzert oder ähnlichem hierzulande auf Englisch nach einem Glas “tap water” für umsonst fragen. Der Erfolg ist verblüffend. Hätte man auf Deutsch gefragt, wäre die Antwort “Kostet eins fuffzich.” gewesen.

Wie man sieht, es gibt noch mehr Gründe nach Amsterdam zu fahren, außer zum Kiffen oder 15-Mushrooms nacheinander-einschmeißen. Ich persönlich habe - ungelogen - noch nie einen Coffeeshop von innen gesehen, dafür allerdings die VIP-Bar des Paradiso.
Fazit: Ohne Holland… wäre die Welt nur halb so schön, das musste mal gesagt werden. Ich bin gegen das Polkappenschmelzen und freu mich auf Freitag.

19 Kommentare zu “3 Gründe, warum Konzerte in Holland die besten sind”

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