Kultur

Harry Potter aus der Sicht eines Miesmachers

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Meine Nominierung für die nervigste und überflüssigste fiktive Person, die übertriebendste Werbekampagne und den unnötigster Hype (dagegen ist der NME nichts!) dieses Jahrzehnts: Harry Potter.

Damit mir keiner blöd kommt von wegen “Pah, das kannst du doch gar nicht beurteilen wenn du ihn hasst und es gar nicht kennst!” - Ja, ich habe das erste Buch gelesen, weil ich es damals als Geschenk bekommen hatte und es hat mir nicht gefallen. Folglich habe ich weder die anderen hunderfünfzig Bände gelesen, noch die Filme angeschaut. Und trotzdem geht mir das Ganze auf den Nerv.

Schon rein aus Protest habe ich deswegen vor ein paar Tagen den Spoiler von Full Disclosure (ihr könnt ruhig klicken, das ist nur das Archiv, Ehrenwort) gelesen, selbst wenn ich mit den Informationen wenig anfangen konnte. Mein Respekt gilt trotzdem all denen, die das Wichtigste davon z.B. in ihrem Messenger-Usernamen (”[Spoiler] hat sich gerade angemeldet.”) veröffentlichten und jetzt leider keine Freunde mehr haben.

Mögliches Kontern von den Fans: “Tja, und genauso gehen uns die Leute auf den Geist, die solche Texte verfassen, die keinen interessieren. Jeder hat halt seinen eigenen Geschmack, lass uns doch Harry Potter gut finden, du musst ja nicht von dir auf andere schließen!” - Richtig, von daher richtet sich mein Ärger nicht gegen die verrückten Menschen, die nachts vor den Bücherläden kampieren, sondern gegen die übertriebene Marketingmaschinerie und die Tatsache, dass man mit der einfachen Information über das Ende eines Romans oder das Leben des Protagonisten Milliarden Menschen in Aufruhr, Protest und Hysterie versetzen kann. Irre!

Wie hieß es damals bei den Arctic Monkeys? Don’t believe the hype?
Wie dem auch sei, Tatsache ist: Ich würde Harry Potter gerne ignorieren, nur leider fällt mir das momentan unglaublich schwer. Und wer’s genau wissen will: SIE WERDEN ALLE STERBEN! Am Ende bleibt Harry nämlich als einziger auf dem Meteoriten zurück und vergisst, die Atombome zu zünden! So. Jetzt steinigt mich.

13 Kommentare zu “Harry Potter aus der Sicht eines Miesmachers”

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