Kultur

A journey through time and space

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© TheMightyBoosh.com

Wenn wir an britischen Humor in Deutschland denken, wird er wohl repräsentiert von Little Britain auf Comedy Central - bei der grausamen Synchronisation liegt ein “Die spinnen, die Briten.” nicht unbedingt fern, obwohl die armen Briten ja noch nicht einmal etwas dafür können. Angesichts dieser Tatsache gibt es gewisse Dinge, die ich nie verhunzt von unseren Fernsehsendern sehen möchte:

The Mighty Boosh ist britische Popkultur vom feinsten, schillernd bunte Kultcomedy erdacht von zwei Köpfen, die in 100 Jahren wahrscheinlich aufbewahrt in großen Gläsern den Wissenschaftlern noch Rätsel aufgeben werden. Auf den ersten Blick wahnsinnig, auf den zweiten genial.

Noel Fielding 1) spielt den exzentrischen Vince Noir - Scene-Kid, Goth-Fairy, King of the Mods. Immer einen Schritt voraus, immer einen Tick zu schrill und mit unerbittlichen Ambitionen, eines Tages ein großer Rockstar zu werden. (“Yeah, rock ‘n’ roll is fast, y’know. If all goes according to plan, I could be in rehab next Thursday!”).

Julian Barratt, der zweite im Bunde, spielt Howard Moon - Jazz-Maverick, missverstandener Poet, Schnurrbartträger. Oft verwechselt mit Vinces Vater hat er es nicht leicht im Leben und auch die Frauen stehen viel mehr auf die Haarpracht seines besten Freundes, als auf Jazzfunk und Slapbass (“You hate jazz? You fear jazz.”).

Howard Moon: Just imagine the headlines ‘Howard Moon, Colon, Explorer’. Got a ring to that don’t it?
Vince Noir: Colon Explorer?
Howard: You know what I’m saying.
Vince: I think that’s got the wrong ring to it.

Michael Fielding - optisch unglaublich, aber wahr: Noels Bruder - brilliert als Schaman Naboo konsequent im Non-Acting und ist an Lässigkeit kaum zu überbieten. Trotz Nebenrolle gehört seine Figur wohl zu den Highlights der gesamten Serien, denn “I’m Naboo, that’s who.”.

Naboo: This is black magic. This is hardcore. Don’t mess with the occult.
Vince Noir: I thought it was good for you.
Naboo: What?
Vince: Well, you know, good for your digestive system.
Naboo: That’s Yakult!

Und schließlich ist da noch Rich Fulcher, ein Über-American ohne Schamgefühl, der in der ersten Staffel den Zoodirektor Bob Fossil mimt (“Welcome to the Zooniverse, where all your dreams come true…niverse.”) und danach in den verschiedensten Rollen wiederkehrt.

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Und so erleben Vince und Howard ein Abenteuer nach dem anderen. Mal als frisch konvertierte Gothic-Fans (“Goth Juice… The most powerful hairspray known to man. Made from the tears of Robert Smith.”), als Arktis-Entdecker, Rockstars in der Band “Kraftwerk Orange” oder gefangen im Zoo-Dschungel mit einer Horde Mod-Wölfe. Sie begegnen dem Fischmenschen Old Gregg mit der “mangina” unterm Tutu (Fielding), dem “Jazz fusion guitarist” Rudy Van Der Saniei (Barratt), Mr Susan aus der Mirror-World mit shiny mirror balls (Barratt), dem “ape of death” mit einem Haarproblem (Fulcher) oder dem stark debile Mond (Fielding mit Rasiercreme im Gesicht).

Medium: www.youtube.com
Link: www.youtube.com (besser als Ausschnitte: die DVDs)

Neben der mittlerweile dreistaffeligen Fernsehserie2) gibt es auch eine Live-Show, die im kommenden November mal wieder durch England tourt (meines Wissens allerdings hart an der Grenze zu “ausverkauft”). Aber das kann mir ja egal sein, schließlich habe ich ein Ticket für Newcastle. Ha.

Also, MTV und Comedy Central, lasst die Finger davon.

1) Gossip-Mode: übrigens der Freund von Dee Plume von Robots In Disguise, deren Bandkollegin Sue Denim widerum die Ex von IAMX-Chris-Corner ist.
2) deren dritte Staffel ich übrigens noch nicht kenne - ich warte noch auf die DVD

4 Kommentare zu “A journey through time and space”

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