Klammerauf.org
I'm Ines and this is my blog. I'm twenty and I currently live in Berlin, Germany. I love music, art and the simple pleasures of life which is basically what this is going to be all about.

Archive for "Kultur"


Kultur
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Home Is Where Your Heart Is

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© Facehunter

Les Mads verlinkten auf ein schönes Interview mit Ivan, dem Facehunter. Er ist ständig auf Achse auf der Suche nach neuen Gesichtern und Streetstyles, reist durch die Welt, lebt aus dem Koffer, hat seine Möbel verkauft und bei Freunden untergestellt und hält sich selten länger als eine Woche in einem Land auf.

Modernes Nomadentum könnte man so etwas nennen.

Nur mit ein paar Koffern umziehen zu können… so stelle ich mir meine Zukunft auch vor, zumindest für eine Weile. Wenn man - zumindest geht es mir so - seine zahlreichen Besitztümer durchgeht, die man eben noch in Kartons durch die halbe Stadt kutschiert hat, fällt einem auf, wie wenig davon man im Endeffekt braucht. Wann hatte ich zum letzten Mal meine Zeitschriften in der Hand? Das muss wohl vor einem Jahr gewesen sein, als ich sie für meinen ersten Umzug in Kartons packte. Nun werden sie recycelt.

Viel rumkommen bringt einen persönlich weiter und viele Dinge, die man über die Jahre mit sich herumschleppt, sind oft nichts weiter als Ballast. Mal hängen Erinnerungen dran, mal einfach nur die Hoffnung, es eines Tages vielleicht einmal zu benötigen. Ein paar Erinnerungsstücke sind okay. Aber je weniger ich besitze, desto freie bin ich für die Zukunft.

Wie war das nochmal? Home is where your heart is. Und mein Herz ist, wo ich bin.

Zum Facehunter Interview geht’s hier.

15.01.2009 at 01:22 am
Kultur
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Project 365

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Es stimmt, der 1.1. ist das beste Datum, um Projekte und ganzjährige Dinge zu beginnen. So zum Beispiel ein Project 365 mit Fotos, Texten oder oder oder. Bei Flickr gibt es riesige Fotopools und wie man das ganze fotografisch am besten anstellt und gut organisiert, kann man hier nachlesen.

Schon immer fasziniert war ich von Jens Friebes “52 Wochenenden” - vielleicht werde ich auch so etwas in der Art starten, auch wenn meine Wochenenden für gewöhnlich entweder sehr langweilig oder auf Dauer ein wenig eintönig sind. Aber vielleicht bietet so etwas ja auch einen Anreiz, die freie Zeit ein wenig spannender zu gestalten.

Zu Franzis fotografischem Project 365 geht es übrigens hier.

02.01.2009 at 04:15 pm
Kultur
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Die LUSH Weihnachtsprodukte

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© LUSH

Vor einer Weile schon wurde ich gefragt, warum ich denn nicht mal über die Sachen von LUSH schreibe, immerhin arbeite ich bald ein halbes Jahr dort. Und in der Tat, das Weihnachtsgeschäft hat schon begonnen und gestern kam mein Paket mit ein paar Sachen zum Ausprobieren an. Hier einmal meine Favoriten:

1. Gold, Fankincense and Beer Shower Jelly - Ohne Zweifel mein liebstes Duschgel, es riecht würzig, süß und fruchtig zugleich, funkelt in schönem Glitzergold und versetzt mich in Weihnachtstimmung, sobald ich daran rieche und mich damit dusche. Und damit möchte ich am liebsten gar nicht mehr aufhören, seit es bei mir zu Hause steht.

2. Snow Fairy Duschgel - Es ist pink! Es glitzert! Eigentlich müsste ich es doof finden, weil ich ja kein Mädchen-Mädchen bin. Aber es riecht wie ein Zuckerwatteladen und macht schön sauber. Und okay -Pink und Glitzer wirkt doch irgendwie, das ist wohl genetisch bedingt.

3. Marzibain Bubble Bar - Ja, die Mandel obendrauf ist echt und man kann sie essen. Sie schmeckt sogar. Und zwar so, wie das Schaumbad riecht. Früher hätte ich am Liebsten in Omas Mandelpudding gebadet und jetzt kann ich es - zumindest so ähnlich - endlich nachholen. Wenn ich mir eine Badewanne organisiere und mir diese Bubble Bar besorge.

4. Christmas Party Geschenk - Dieses Paket werde ich bestimmt verschenken - ich verrate nur nicht, an wen. Ich mag es, weil es ganz anders ist als das biedere Weihnachtsklischee: belebende Zitrusdüfte zur Vorbereitung, etwas Glitzerndes für die Stimmung und natürlich die wundervolle “Too Drunk” Emotibomb für den Kater danach.

5. Christmas Parcel - Noch ein schönes, verpacktes Geschenk in Paket-Optik. Das könnte man eigentlich direkt zur Post bringen und an seine Liebsten schicken. Mit Porridge-und Zimt-Seife, Olivenduschgel und meinem goldenen Lieblingsjelly (s.o.).

Mehr Weihnachtsprodukte (und Klassiker) von LUSH gibt es hier.

Disclaimer: Ich arbeite für LUSH Deutschland und habe diesen Artikel geschrieben, weil ich die Weihnachtssachen gern mag. Mehr nicht.

26.11.2008 at 10:41 am
Kultur
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Binaurale Drogen

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© zαxεr

Bei VICE las ich vor einer Weile einen Bericht von Karley, die auch schon einmal einen Sperma-Geschmackstest wagte, ansonsten in einem besetzten Haus lebt und einen nicht unbekannten Freund hat. Diesmal probierte sie binaurale Drogen aus.

Binaurale Drogen sind lediglich Schallfrequenzen und somit legal und weitesgehend unschädlich. Man hört sie sich an, anstatt sie sich zu spritzen und in Haaren, Blut und Urin sind sie auch nicht nachweisbar. Und man muss sie nicht am Bahnhof oder von Drogenberatern mit Doppelleben kaufen, sondern kann sie ganz einfach kostenlos im Internet runterladen.

Ich wollte es wissen. Meine erste Wahl fiel auf AntiSad - Antidepressant (Strong). Vielleicht konnte es mir helfen, das unwohle Gefühl in meiner Magengrube loszuwerden. Ich dunkelte also das Zimmer ab, drückte Play und das Geräusch machte sich in meinem Kopf breit. Unweigerlich erinnerte es mich an die South-Park-Folge mit dem braunen Ton, die ich einmal in der deutschen Synchronisation sah, als ich noch MTV hatte. Von einem einzigen Blockflötenton mussten auf einmal alle kacken - bis auf Kenny, der starb am Ende.

Nach ein paar Minuten wusste ich nicht mehr, ob das vibrierende Tuten tatsächlich langsamer geworden oder bereits in meinem Kopf zu einem konstanten Ton verschmolzen war. Ich fühlte mich ausgeglichen, wie nach Meditationsmusik, aber hegte dennoch den leichten Verdacht, dass es mir nur besser ging, weil ich mich für einige Minuten abgelenkt und mit etwas anderem beschäftigt hatte.

Cocaine war ein einziges Rauschen (wobei, Rausch und Rauschen hängt ja zumindest lexikalisch irgendwie zusammen). Wahrscheinlich waren meine billigen Aldi-Boxen zu schlecht, um das Gefühl vollends zu entfalten und nach zehn Minuten hatte ich Kopfschmerzen. Als ich dann nach 3 Tassen Tee aufs Klo musste, fühlte ich mich tatsächlich ein wenig berauscht, auf die Euphorie wartete ich allerdings vergebens.

Trotzdem lud ich mir eine Handvoll akustischer Downers runter, die mich in einen fast meditativen Zustand versetzten. Der Ton war höher, vibrierend und fraß sich durch mein Hirn, während ich darüber nachdachte, ob man davon nicht doch bei übermäßigem Konsum Tinnitus bekommen könnte. Ich war “vollkommen gelassen und ruhig” (wie vor Jahren beim autogenen Training).

Fazit: “Eine gesunde Alternative zu den üblichen hirnzermatschenden Drogen” findet Karley. Ich auch. Und eine gute Erfindung für die moderne Nerd-Generation, die sich bald sogar ihre Drogen aus dem Netz saugen können. Morgen werde ich mal Orgasm ausprobieren - ich sag euch dann, wie’s war.

22.10.2008 at 11:36 pm
Kultur
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Katze

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Über Twitter bin ich nach Langem wieder an eine meiner liebsten Poetry-Slam-Geschichten erinnert worden: Marc-Oliver Schuster und seine Katze. Ein rebellische, schlagfertige, Döner-fressende Katze. Ohne Tsatsiki, Brot und Krautsalat. Eine Katze, die schon alles gesehen hat. Nicht, dass ich kulturell genug wäre, mir regelmäßig Poetry Slam reinzuziehen, aber die Katze ist es allemal wert.

“Die letzte Tour von Katze Tyler”
Medium: www.youtube.com

“Katze in der Disko”
Medium: www.youtube.com

“Katze taucht auf”

Ob Marcel Reich-Ranicki an der Katze also seine Freude hätte? Wohl nicht, ich glaube, der ist eher so ein Hunde-Mensch.

18.10.2008 at 01:42 am
Kultur
4

The Mighty Boosh und LUSH

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© The Boosh Slash Heaven / BBC Three

Wer mich kennt, kennt auch meine Liebe zur britischen Comedyserie The Mighty Boosh und meinen neuen Job bei LUSH. Und auf magische Weise hängen diese Dinge beängstigend nah zusammen.

Eine meiner Mighty-Boosh-Lieblingsfolgen ist “Nannageddon” in der Vince und Howard erst zum Gothic-Kult konvertieren, um Goth girls zu beeindrucken und schließlich einen Dämon heraufbeschwören.

Vince: Goth Juice… The most powerful hairspray known to man. Made from the tears of Robert Smith.

(Video bei YouTube, bei 02:59)

“Hergestellt aus den Tränen von Robert Smith” - das stand auch auf dem Haargel namens “Goth Juice”, das wir bei uns im Laden verkauften. Und als ich schließlich das Haargel “King Of The Mods” im Regal direkt daneben entdeckte, wusste ich: das war kein Zufall.

Howard: Mod wolves!
Vince: And I’m king of the Mods!

(Video bei YouTube)

Und in der Tat, was die Produktnamen anging, ließ sich LUSH nicht lumpen und bediente sich bereits an kultigen Popsongs, Kinofilmen und englischen Redewendungen. Meine Chefin und ich wurden neugierig und so schrieb ich dem britischen Kundenservice und fragte nach:

[...] Of course the names of the hair gels instantly reminded me of The Mighty Boosh which is one of my all time favourite shows - so is Goth Juice (”Made from the tears of Robert Smith”) and King Of The Mods (”Mod wolves - and I’m king of the Mods!”) actually adapted from that show? Does LUSH have a deal with Noel Fielding and Julian Barratt? And do they actually use LUSH products?

Maybe you can bring some light into the darkness as we’re all very curious! ;) [...]

Noel Fielding und Julian Barratt spielen bekanntlich die Charaktere Vince und Howard und sind in England wahre Kultfiguren. Nur einen Tag später erhielt ich eine nette Antwort von Bonnie vom britischen Customer Service:

[...] The product names for Goth Juice and King Of The Mods were indeed inspired by The Mighty Boosh. I don’t think Lush have a deal with Noel and Julian, but I’m fairly sure they have been informed and thought it was great. I will ask one of our product trainers if they have any more details.

The new B Electro soap has also been inspired by them, in particular the ‘Electro Boy’ episode, that’s why the soap has a dayglo electric yellow colour. [...]

Vielleicht verbirgt sich ja in der Tat hinter dem lilafarbenen bzw. weißen, nach Zitronenkuchenteig duftenden Haargel das mysteriöse Geheimnis von Noel Fieldings aka. Vince Noirs Haaren, das die ganze Welt in Atem hält?

Ich werde es herausfinden.

23.09.2008 at 08:19 pm
Kultur
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Wanted

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© Wanted

Ich gehe so gut wie nie ins Kino. An mein letztes Mal kann ich mich auch nicht mehr erinnern, vielleicht war es sogar Hallam Foe letztes Jahr. Von Filmen verstehe ich bekanntlich ähnlich viel, wie von der anaeroben Wasseraufbereitung

“Wanted”, Originalton, Metropolis Kino Köln. Irgendwie ging es um Pistolenkugeln und Blut. Da war James McAvoy, der amerikanischen Akzent imitierte und im Laufe des Films ständig verprügelt wurde und blutete. Und natürlich Angelina Jolie, etwas zu knochig, tätowiert und aufgesetzt tough. Verwickelt in eine große Verschwörung um Killer, Schicksal, Vaterschaft und offene Fleischwunden.

Das Popcorn war gut. Eigentlich mag ich Popcorn am liebsten, wenn es vor lauter Zucker schön knusprig ist. Der Zucker muss auf dem Popcorn karamellisiert sein und darf gerne auch mehrere Pop-Körner miteinander verbinden, damit man nicht Korn für Korn aus der Tüte in den Mund befördern muss. Der absolute Kinospaß-Killer sind allerdings nicht aufgepoppte, harte Maiskörner und große Zuckerklumpen, die sich weder kauen, noch lutschen lassen. Zum Kino gehört nunmal süßes Popcorn, auch wenn ich alternativ bin und salziges theoretisch lieber mag.

Irgendwann gegen Ende des Films ging auch mein Popcorn zuende. Auf der Leinwand passierte gerade irgendetwas mit Kugeln und Blut. Alle konnten sie um die Ecke und im Kreis schießen. Noch eine Kugel! Blut! Und eine offene Fleischwunde!

Am Ende sitzt der noch immer nerdige James McAvoy in seiner Wohnung und schaut in Helden-Manier in die Kamera. “What the fuck have you done lately?”

08.09.2008 at 01:05 am
Kultur
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Shake Some Action! ist zurück

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Eigentlich sollte es ja nur etwas einmaliges sein. Eine Party, um zu zeigen, dass wir es auch können. Etwas frisches, junges, wo wir machen, was wir wollen.

Doch nun kam alles anders: SHAKE SOME ACTION! ist wieder da! Die Party steigt am 18. September im Kölner MTC - mit den DJs -M-K-Y- (Club NME), Mika (Superconnected) und Mexamorph. Also aufgepasst, liebe Kölner - diesen Termin sollte man sich rot im Kalender anstreichen.

Und es kommt noch mehr: zum Beispiel die Aftershowparty mit DJ Set von 1000 Robota am 16. Oktober oder eine große Sause mit unseren Lieblingsnewcomern BEAT!BEAT!BEAT!. Also stay tuned, addet SHAKE SOME ACTION! bei MySpace, sagt es weiter und kommt zahlreich!

25.08.2008 at 12:03 am
Kultur
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Shake Some Action! - Die Fotos

Endlich wie versprochen auch ein kleiner bildlicher Einblick in unsere Shake Some Action! Party am 22. Mai im Kölner Blue Shell. Danke an dieser Stelle natürlich an Anna Strauch und Simon Dehn für die Bilder.

Mehr und größere Bilder der Sause gibt es bei TheHeadhoops.org.

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19.06.2008 at 02:04 am
Kultur
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Shake Some Action! - Der Nachbericht

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Mit Kuchen und einem Haufen Flyer nisteten wir uns nachmittags im Club ein, machten noch ein wenig Last-minute-Promotion, begleiteten die Bands beim Soundcheck und gingen nebenan im Schmelztiegel beim wunderbaren Brit Pub Fish’n'Chips essen und Kilkenny trinken. Draußen vor dem Club bildete sich langsam eine Schlange.

Tatsächlich eine Schlange. Unsere Freunde, sowie andere Menschen, die mir spontan unbekannt waren, standen an, um sich das Konzert anzusehen. Eine Schlange. Aus dem Fenster der Kneipe betrachteten wir die Menschenmenge und langsam stieg die freudige Nervösität in uns hoch.

Nun ging alles ganz schnell. The Mania Agape überzeugte mit Hasenmaske und klirrenden Elektro-Sounds und BEAT!BEAT!BEAT! legten eine Mördershow hin und überzeugten wirklich jeden, dass sie definitiv die Nummer 1 des deutschen Bandnachwuchses sind.

Die Sorge eines jeden Partyveranstalters ist, dass auf der Tanzfläche gähnende Leere herrscht und die Barsitzer nur betrübt dreinblicken - vor allem, wenn man einen hochkarätigen DJ hat und quasi im Feld Partyveranstaltung und Entertainment debütiert. Doch bis auf ein paar Turbulenzen hatten wir alles Glück der Welt.

Gegen 1 fielen erst die Plattenspieler und dann ein CD-Deck nach dem anderen aus. Stress. Die Techniker hatten sich bereits auf den Heimweg gemacht und der Club wurde lediglich repräsentiert von einem Türsteher und zwei Barkeepern, die mit DJ-Equipment prinzipiell relativ wenig am Hut hatten. Für eine knappe halbe Stunde improvisierten unsere DJs nun mit nur einem CD-Spieler, bis sie es schließlich schafften und die Technik übermannten. Der Abend war gerettet.

Und so tanzten wir mit netten Leuten zu wundervoller Musik, während die anderen Clubs der Luxemburger Straße schon alle geschlossen hatte und so lange, bis es schon fast wieder dämmerte.

Danke an alle, die vorbeigekommen sind und mit uns gefeiert haben! Danke an unsere DJs Mikey und Mika, die Helden des Abends! Danke an BEAT!BEAT!BEAT! und The Mania Agape für die tollen Konzerte! Danke an Jasmin, Franzi, Anna und all die anderen. Es war großartig. (Fotos folgen.)

23.05.2008 at 03:28 pm
Kultur
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Shake Some Action!

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Wie angekündigt, es wird langsam Zeit, mein neues Baby vorzustellen. Wir sind jung, wir sind abenteuerlustig und wir sind anders. Und irgendwo haben wir ja schon alle einmal eine Party geschmissen, wenn die Eltern sturmfrei hatten oder mal wieder der Schulabschluss gefeiert wurde.

Aber Schluss mit dem Amateurkram, es muss etwas Richtiges her. Mit Livemusik, guten DJs, einem tollen Club und all dem, was wir wo anders schmerzlich vermissen.

Es floss Blut und Schweiß, wir telefonierten uns die Finger wund und verfluchten schottische Flughäfen und Sponsoren. Wir bangten um Finanzen, zerbrachen uns den Kopf über Flyern und dachten uns die schönsten special Treats für unsere potentiellen Gäste. Und endlich ist es so weit!

SHAKE SOME ACTION! steht für Spaß, unglaublich gute Musik und frischen Wind im Nachtleben der schönsten Domstadt am Rhein. Durch die Nacht führt DJ -M-K-Y-, der sonst für Club NME in Glasgow, Edinburg und Dundee oder Ibiza Rocks auflegt. Unterstützt wird er vom Kölner Superconnected-DJ Mika und nicht minder spannend sind auch unsere Liveacts: BEAT!BEAT!BEAT! sind die Newcomer schlechthin und bringen mit ihrem elektronischen Garagerock jedes Publikum zum Tanzen. Und mit The Mania Agape konnten wir einen der interessantesten, neuen Electro-Artists für uns gewinnen. Es lohnt sich also!

SHAKE SOME ACTION!
22. Mai 2008, 21 Uhr, Blue Shell (Luxemburger Str. 32, Köln)
(Der 22. ist Fronleichnam und der 23. so gut wie überall ein freier Brückentag.)

Also, unterstützt uns, kommt vorbei, sagt es weiter! Verlinkt auf diesen Beitrag, sagt euren Kölner Freunden Bescheid, tragt euch bei Last.fm ein, trefft uns bei den nächsten kölner Konzerten und nehmt euch ein paar Flyer mit! Habt Spaß und… shake some action!

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29.04.2008 at 07:09 pm
Kultur
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A journey through time and space

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© TheMightyBoosh.com

Wenn wir an britischen Humor in Deutschland denken, wird er wohl repräsentiert von Little Britain auf Comedy Central - bei der grausamen Synchronisation liegt ein “Die spinnen, die Briten.” nicht unbedingt fern, obwohl die armen Briten ja noch nicht einmal etwas dafür können. Angesichts dieser Tatsache gibt es gewisse Dinge, die ich nie verhunzt von unseren Fernsehsendern sehen möchte:

The Mighty Boosh ist britische Popkultur vom feinsten, schillernd bunte Kultcomedy erdacht von zwei Köpfen, die in 100 Jahren wahrscheinlich aufbewahrt in großen Gläsern den Wissenschaftlern noch Rätsel aufgeben werden. Auf den ersten Blick wahnsinnig, auf den zweiten genial.

Noel Fielding 1) spielt den exzentrischen Vince Noir - Scene-Kid, Goth-Fairy, King of the Mods. Immer einen Schritt voraus, immer einen Tick zu schrill und mit unerbittlichen Ambitionen, eines Tages ein großer Rockstar zu werden. (“Yeah, rock ‘n’ roll is fast, y’know. If all goes according to plan, I could be in rehab next Thursday!”).

Julian Barratt, der zweite im Bunde, spielt Howard Moon - Jazz-Maverick, missverstandener Poet, Schnurrbartträger. Oft verwechselt mit Vinces Vater hat er es nicht leicht im Leben und auch die Frauen stehen viel mehr auf die Haarpracht seines besten Freundes, als auf Jazzfunk und Slapbass (“You hate jazz? You fear jazz.”).

Howard Moon: Just imagine the headlines ‘Howard Moon, Colon, Explorer’. Got a ring to that don’t it?
Vince Noir: Colon Explorer?
Howard: You know what I’m saying.
Vince: I think that’s got the wrong ring to it.

Michael Fielding - optisch unglaublich, aber wahr: Noels Bruder - brilliert als Schaman Naboo konsequent im Non-Acting und ist an Lässigkeit kaum zu überbieten. Trotz Nebenrolle gehört seine Figur wohl zu den Highlights der gesamten Serien, denn “I’m Naboo, that’s who.”.

Naboo: This is black magic. This is hardcore. Don’t mess with the occult.
Vince Noir: I thought it was good for you.
Naboo: What?
Vince: Well, you know, good for your digestive system.
Naboo: That’s Yakult!

Und schließlich ist da noch Rich Fulcher, ein Über-American ohne Schamgefühl, der in der ersten Staffel den Zoodirektor Bob Fossil mimt (“Welcome to the Zooniverse, where all your dreams come true…niverse.”) und danach in den verschiedensten Rollen wiederkehrt.

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Und so erleben Vince und Howard ein Abenteuer nach dem anderen. Mal als frisch konvertierte Gothic-Fans (“Goth Juice… The most powerful hairspray known to man. Made from the tears of Robert Smith.”), als Arktis-Entdecker, Rockstars in der Band “Kraftwerk Orange” oder gefangen im Zoo-Dschungel mit einer Horde Mod-Wölfe. Sie begegnen dem Fischmenschen Old Gregg mit der “mangina” unterm Tutu (Fielding), dem “Jazz fusion guitarist” Rudy Van Der Saniei (Barratt), Mr Susan aus der Mirror-World mit shiny mirror balls (Barratt), dem “ape of death” mit einem Haarproblem (Fulcher) oder dem stark debile Mond (Fielding mit Rasiercreme im Gesicht).

Medium: www.youtube.com
(besser als Ausschnitte: die DVDs)

Neben der mittlerweile dreistaffeligen Fernsehserie2) gibt es auch eine Live-Show, die im kommenden November mal wieder durch England tourt (meines Wissens allerdings hart an der Grenze zu “ausverkauft”). Aber das kann mir ja egal sein, schließlich habe ich ein Ticket für Newcastle. Ha.

Also, MTV und Comedy Central, lasst die Finger davon.

  • The Mighty Boosh bei YouTube
  • The Mighty Boosh Zitate
  • The Mighty Boosh DVDs bei Amazon kaufen (dringender Kaufbefehl!)
  • The Mighty Boosh live - Tickets

1) Gossip-Mode: übrigens der Freund von Dee Plume von Robots In Disguise, deren Bandkollegin Sue Denim widerum die Ex von IAMX-Chris-Corner ist.
2) deren dritte Staffel ich übrigens noch nicht kenne - ich warte noch auf die DVD

07.02.2008 at 08:04 pm
Kultur
10

Es geht wieder los

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© Koeln.de

Heute in der Mensa, bei Salat vom Buffet (65 Cent pro 100 Gramm), war es so weit: wo man sonst nur schmatzend schwatzende Studenten hört, war es heute laut. Irgendetwas war anders als sonst: aus den Boxen tönte Karnevalsmusik.

Bier und ein Appelkorn. Wir sind kölsche Mädchen. Viva Colonia. Mer losse d’r Dom en Kölle. Echte Fründe. Denn wenn et Trömmelche jeht… - Ich war verwirrt, nicht nur von der Tatsache, dass die kleine, bunte Salatmenge auf meinem Teller scheinbar über 400 Gramm schwer war. Doch in der Tat, Donnerstag ist Weiberfastnacht und dank meines nicht vorhandenen Radios (für das ich trotzdem GEZ-Gebühren zahle), wäre es beinahe an mir vorbeigegangen.

Ich muss zugeben, früher war ich nie ein Fan von Karneval. Im obligatorischen Kostüm fühlte ich mich auf der Straße angestarrt, auch wenn alle anderen mindestens genauso bescheuert aussahen und auf künstlichen Frohsinn konnte ich genauso verzichten wie auf einen dämlichen Dialekt, den sonst nur die Opas sprechen.

Doch irgendwann kommt der Punkt, wo man sich auf seine Heimat besinnt. Wo alle Leute dieselbe Sprache sprechen und gewisse Sitten und Bräuche einfach existieren, irgendwo zwischen Glizerhaarspray und abgeschnittenen Krawatten, ein buntes Treiben in dem man sich irgendwie zu Hause fühlt.

Denn Karneval ist, entgegen der Meinung vieler, nicht nur das, was man am späten Nachmittag auf WDR sehen kann, sprich: alte, schunkelnde Männer. Und ebenso wenig das, was am frühen Abend bei RTL Explosiv kommt, sprich: junge, kotzende Männer. Carne vale, Aufstand gegen die Obrigkeit, ein bisschen Rebellion. 5 Tage offene Bad Taste Party ohne jedes Morgen. Süßkram für umsonst. Klingt doch gar nicht so schlecht, oder?

(Der allgemeine Applaus, als endlich jemand die laute Musik ausstellte, war trotz allem groß.)

28.01.2008 at 09:32 pm
Kultur
11

Wir sehen alle scheiße aus

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Does everyone you know have a digital camera?
Are you sick of finding pictures of yourself on the internet?
Are you annoyed by the way your eyes look?
Do you wish that documentation did not exist?
Are you awkward in front of the “digital lens?”
Would you like to maintain some realm of anonymity on the internet?

Ja, ja, ja. Wer kennt das nicht. In Zeiten, in denen man mit Handys fotografieren kann und jeder Laie seine “Kunst” im Internet der ganzen Welt präsentieren kann, wünscht man sich manchmal, ein Baum zu sein. Oder einen praktischen Balken über den Augen.

Die Abhilfe will Flickrblockrs schaffen: mit einem Balken, den man bequem aufsetzen kann - jederzeit. Leider war das Prachtexemplar für $9.99 bereits ausverkauft, bevor wir überhaupt verstanden hatten, dass es eine durchaus ernst gemeinte Erfindung sein sollte.

Aber warum finden wir ständig, dass wir auf spontan geschossenen Fotos scheiße aussehen? Die Oktoberausgabe der NEON fand darauf eine simple, aber erschreckende Antwort:

Die Wahrheit ist: Wir sehen leider nicht mal halb so gut aus, wie wir glauben. Und dank der teuflischen Erfindung der Jedermann-Digitalfotografie gibt es dafür zahllose Belege. Zeigen uns Freunde diese gnadenlosen Beweisbilder, kommt es zu einem spannenden Interpretationsdissens: Während wir über uns selbst erschrecken (”Lösch das sofort!”), schauen die Freunde verständnislos (”Wieso? Sieht doch okay aus!”). Spinnen die? Tun sie nicht. Wir kennen nur diese schmeichelhaft zurechtgerückte Figur aus unserem Badezimmerspiegel, doch Freunde wissen um unser Wahres Gesicht. (NEON, Oktober 2007)

Kurzum: Wir sehen nicht nur auf den Fotos so scheiße aus, sondern auch in Wirklichkeit. Das ist zunächst einmal ein schwerer Schlag - was wir auf den Fotos sehen, ist nicht etwa ein schlechter Schnappschuss, sondern die harte Realität. Dieser Gedanke verfolgt mich seitdem. Wenn ich an einem Schaufenster vorbeigehe und mich darin spiegle, versuche ich, mich nicht zu verstellen. So zu gucken, wie ich immer gucke, um auch ja das Bild nicht zu verfälschen.

Manchmal erschrecke ich dabei. Das ist es also, was meine Freunde sehen. Und wenn sie beim Anblick eines grauenvollen Fotos sagen “Ach was, du siehst doch aus wie immer!”, dann meinen sie es auch so. Wenn man sich das vor Augen führt, findet man sich irgendwann damit ab: In Wirklichkeit sehen wir alle scheiße aus, die einen mehr, die anderen weniger. Da hilft auch die Flickrblockrs-Brille nichts.

17.01.2008 at 02:29 am
Kultur
12

Kaffee und Handy, na gut, Starbucks und iPhone

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© Miscpix

Der Kaffe bei Starbucks ist teuer und schmeckt nur halb so gut, wie der, den ich mir zu Hause mache. Das ist grundsätzlich erstmal ein Fakt.

Der Typ am Tisch neben uns hat ein iPhone. Er legt es auf den Tisch und gibt bei seiner Freundin damit an, wie schön es doch glänzt und wie toll man mit einem Finger ganz simpel das Bild verschieben kann. Und all die bunten Grafiken erst. Hey, das Ding ist ja real - und stimmt, iPhones sind ja tatsächlich wirkliche, technische Geräte, die faktisch existieren und wahrhaftig zu besitzen sind. Das Ding, über das alle reden, das gibt’s ja sogar.

Vielleicht liegt es daran, dass ich ein Mädchen bin, aber mir geht das iPhone am Arsch vorbei. Es geht doch schon lange nicht mehr um die reine Technik, die vielleicht “ganz hübsch”, aber nicht unbedingt “zwingend notwendig” ist. (Und niemand traut sich, es zuzugeben - ich kann das nur, weil die Leute nur “Ach, sie ist halt ein Mädchen…” stöhnen und es meinem Ruf im Endeffekt kaum schadet.)

Vielmehr ist so ein iPhone ja das Statussymbol der Alternativen, der Internetmenschen, der Webtrendsetter und der, die immer alles als erstes haben. Ich interessier mich da für was anderes. Neuer Technikscheiß als soziale/r/s [hier wissenschaftlich-bedeutungsschwangeren Fachterminus einsetzen], oder - Achtung! - Medium. Mister McLuhan hätte seine Freude daran.

Wo wir gerade bei der Uni sind, hier kostet der Kaffee 90 Cent und ich vergesse jedes Mal, den Becher zurückzubringen, um 20 Cent Pfand einzulösen. Genau genommen kostet er also eigentlich nur 70 Cent und schmeckt - nicht, dass ich Ahnung von Kaffee hätte - gut. Dafür ist der Becher auch nur halb so trendy, wie der von Starbucks.

Der Typ am Nachbartisch packt sein iPhone wieder ein und während seine Freundin ihren Kaffee schlürft, telefoniert er vorsichtshalber mit seinem alten Handy. Das iPhone könnte ja schließlich verkratzen.

08.12.2007 at 01:26 am
Kultur
18

Warum ein Stofftier in jedes Bett gehört

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Das ist Lala. Ich bekam sie zu Ostern 1996, eigentlich war sie für meinen kleinen Bruder bestimmt, aber der konnte sie weder halten, geschweige denn mit ihr spielen und so bekam er das Plüsch-Ei, das sie in den Pfoten hielt, und ich den Rest. Ich nannte sie “Lammi Lamm”, kurz “Lala”, und das alles, bevor die Teletubbies in die Kinderzimmer einmarschierten und ein jeder den Namen nur noch als “Laa-Laa” aussprach.

Noch immer gehört sie mir, tagsüber hütet sie mein Bett, nachts mich. Sie hat große Ohren, scheint ständig zu lächeln und bringt mir ein bisschen Kindheit zurück, wenn man das überhaupt so nennen kann. Ich erinnere mich nämlich immer gerne an meine Schulkameradin, die in der vierten Klasse stets wehmütig von ihrer “Kindheit” erzählte und in Erinnerungen schwelgte.

Lala ist meine Rebellion gegen die mit fortschreitendem Alter erwartete Coolness und gegen fragwürdige Vorstellungen vom Erwachsenwerden. Da sollte jeder guten Gewissens mitmachen.

Ich stelle mir gerade den jungen BWL-Studenten vor: siegessicher bringt er zum ersten Mal eine Discobekanntschaft mit nach Hause und nach einem vielversprechenden Vorspiel zieht sie plötzlich entsetzt ein kleines, grünes Stoffkrokodil unter der Bettdecke hervor.

“Das ist Kroko.” entgegnet er und platziert das grüne, lächelnde Ding wieder neben dem Kopfkissen. “Erwachsensein wird oft überbewertet. Reife, was ist das schon? Jedenfalls keine Checklist.”

29.11.2007 at 04:52 pm
Kultur
1

The best afterparties don’t come with a flyer

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Merlin Bronques über Afterparties:

Miami has an amazing afterparty culture. When Miami kids go out they don’t expect to get home until dawn. I know so many Miami girls that keep a change of clothes in their trunk in case they have to go straight to work the next day. The best afterparties don’t come with a flyer. They’re like one night stands (there’s dirty dishes in the sink and someone’s apologizing for the mess while they’re looking for alcohol). You know there’s a good chance the afterparty is going to be good if you’re in a carpool of 5 cars following each other and there’s less and less tall buildings outside and more and more trees.

You shouldn’t leave a club early to go to an after party; the afterparty needs to be rubbing against the complete end of the last party that you squeezed every drop out of. That is the proper energy to bring to an afterparty. But, I don’t like to outlast afterparties, I like them to outlast me. I like to leave before it ends thinking that I may be missing something and reading my TXTS the next day to hear what happened.

27.11.2007 at 11:50 am
Kultur
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Danke an 3sat und Mama

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Meine neue Lieblingsserie ist ja “Silent Cooking” nachts auf 3sat. Herrlich. Kein hyperaktives Tim-Mälzer-Gebrabbel, kein “Ich habe da schonmal was vorbereitet…” und keine Regieassistentin, die bewaffnet mit Clipboard debile Fragen von der Seite Fragen in den Raum wirft. “Woher kommen nochmal diese Tomaten?” “Was genau bewirkt jetzt der Schuss Rotwein?” Außerdem hat der Koch keine glattgegelte Schwiegersohn-Frisur, die Fernsehküche sieht tatsächlich nach einer Küche aus und gekocht wird einfach nur so und ohne, dass ein Thomas Anders schonmal die Zwiebeln schneiden darf.

Danke, 3sat.

Mein Lieblings-Kochbuch ist übrigens “Kochen für den Mann”, das meine Mutter damals zu ihrem Auszug geschenkt bekam und nun quasi an mich weitervererbt. Mit Rezepten wie “Kartoffelprüee aus der Packung” ist es einfach unschlagbar und somit ist ein Überleben jenseits der Mensa gesichert.

Danke, Mama.

20.10.2007 at 06:20 pm
Kultur
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Heimatmelodien

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© MTV

Ich gucke ja eher sporadisch deutsches Musikfernsehn, aber gestern Nacht blieb ich beim Zappen an etwas Seltsamen hängen: beworben wurde der MTV Heimatmelodien-Tag und zu sehen waren Hausfrauen mit Schürzenkleidern und Schäferhundköpfen - daher konnte man auch nur mutmaßen, dass es sich hier wirklich um Frauen handelte. Das war also die deutsche Heimat: Mutierte Wesen auf einem Feld in den Bergen. Während ich mir überlegte, ob der Grafiker nun aus Bayern, oder vielleicht doch eher aus der Eifel kam, fühlte ich mich ein bisschen wie Wladimir Kaminer auf seiner Reise durch den Dschungel Deutschland: Was ist eigentlich die deutsche Heimat?

Das fragt sich auch MTV und bietet online eine Abstimmung zu den Top 10 Heimatmelodien, die einen “in Erinnerungen an eine richtig gute Zeit schwelgen” lassen. Doch weder Rammstein, noch Sido oder Westbam erzeugen in meiner Magengegend “ein warmes Heimatgefühl”. Bin ich etwa un-deutsch? Oder gehöre ich vielleicht gar nicht zur Zielgruppe?

Passend zu Schäferhunden in Frauenkleidern sollte der Heimatmelodien-Tag direkt mit einem Masters über Sido beginnen. Eine Stunde bebilderte Dokumentation und Statements von A- bis D-Promis. Darüber amüsierte ich mich schon beim Thema “On Drugs”, als besagter Berliner Aggro-Rapper über die noch bleibende Lebensdauer von Pete Doherty philosophierte. Er hat ja immerhin Erfahrung, schließlich steht “Sido” für nichts anderes, als “Super intelligentes Drogenopfer”, was auf seinen Schulverweis anspielt (selbst wenn böse Zungen behaupten, er habe Abitur).

Trotz all dieser Bemühungen und einer Riesenshow vorm Brandenburger Tor, dem Inbegriff für Massenveranstaltungen: der Schäferhund der deutschen Musik bleibt wohl noch immer das Gerücht, wir Deutschen würden alle kollektiv David Hasselhoff kennen, mögen und hören. Und mit Sido und Silbermond stehen schon wieder neue Schäferhunde in den Startlöchern. Danke, MTV.

30.09.2007 at 10:04 pm
Kultur
12

Ah-Oh und Winke-Winke

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© Google Maps

Hier, nahe dem süd-englischen Stratford-upon-Avon, Shakespeares Geburtstadt, liegt bzw. lag es: das reale Teletubbie-Land. In mir breitet sich ein Gefühl der Angst aus. Ich habe Angst vor dieser heilen Welt, Angst davor, dass sie in echt existiert, wenn auch nur als Drehkulisse. Die beschaulichen, kleinen Wesen, die über den Bildschirm hüpfen und “Nochmal! Nochmal!” rufen, sind in Wirklichkeit Giganten, Tinky Winky beispielsweise ist an die 3 Meter groß und sieht ohne Kopf so aus. Po hat da mit ihren 2,50 Metern fast noch Glück gehabt.

Mal ganz abgesehen davon, dass die Teletubbies unsere Kinder verdummen und zur Homosexualität erziehen, sind sie mir reichlich egal. Vielleicht habe ich Angst vor zu heilen Welten, dem Aufeinandertreffen von Realität und Fiktion oder einfach nur vor pseudofröhlichen Monstern. Ich weiß es nicht. Jedes Mal, wenn ich das Tubbieland von oben sehe, läuft es mir noch immer kalt den Rücken herunter.

23.09.2007 at 05:38 pm
Kultur
72

Emo Lovestory

emolovestory.jpg

Was ist los mit dieser Welt? “Heul doch, Emo!” heißt eine neue Foto-Love-Story der BRAVO und sie handelt von einem süßes Emo-Girl, das mit seiner neuen Emo-Clique gegen fiese Vorurteile kämpft. Abgesehen von den sehr realitätsnahen Dialogen, den Schenkelklopfer-Emowitzen, den aus dem Leben gegriffenen Gedanken und der cleveren Storyline, doch irgendwie beängstigend.

10.09.2007 at 02:55 pm
Kultur
3

Verschwende deine Zeit

Morgen sehe ich zum zweiten Mal The Twang (UK). Eigentlich finde ich diese Band grottenschlecht, die Indie-Hype-Version von Good Charlotte gekreuzt mit Wannabe-The-Streets und zwei Frontmännern, von denen einer im Grunde genommen vollkommen überflüssig ist. Gegen die sind selbst The Enemy spannend.

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© The Twang

Aber ich gehe hin, weil ich umsonst reinkomme und um die Band in meinem Konzertbericht zu verreißen und frage mich gleichzeitig, wie pathetisch ich schon bin, dass ich meine Zeit mit Dingen verschwende, von denen ich schon im Vorneherein weiß, dass sie schlecht sein werden.

Doch ich bin nicht allein. Wir tun vieles, was wir eigentlich auch sein lassen könnten und verschwenden unsere Zeit mit unnötigen Dingen. Wir lesen langweilige Bücher “die man mal gelesen haben sollte” und wissen schon vorher, dass sie uns nicht gefallen werden. Wir zahlen 6 Euro für einen bescheuerten Kinofilm und ziehen uns stundenlang dämliche Fernsehserien rein, um am Ende mitreden zu können. Wir zwängen uns in unbequeme Kleider, nur weil sie scheinbar “in” sind und quälen uns durch uninteressante Blogs, nur weil sie weit oben in den Deutschen Blogcharts vor sich hin dümpeln.

Kultur ist irgendwie scheiße. Aber bevor ich Freitagabend zu Hause bleibe, ziehe ich mir eben eine überbewertete Band rein, mache das Beste draus und höre auf zu meckern. Denn Meckern ist noch beschissener als Kultur und The Twang zusammen.

07.09.2007 at 02:24 am
Kultur
6

One two three four - fight!

Draußen regnet es in Strömen und ich sollte eigentlich längst schlafen. Regen ist unglaublich gemütlich, leider macht er aber auch das Fernsehbild schlecht und die Umgebung nass. Dafür kommen vielleicht morgen die Bauarbeiter nicht, wenn die Terrasse feucht und matschig ist.

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Langeweile. Ich bin wieder vollständig Fernseh-verseucht. Vorbei die D.A.N.C.E.-Videoästhetik von gestern und vorbei die ARTE-Kurzfilme über zerrüttelte Beziehungen mit “Was denn?”-”Nichts.”-Konversationen, Wodka und viel nackter Haut.

Stattdessen kommt Barbara Salesch auf Sat1, Trash vom feinsten. Zwei Rentnerinnen, die eine Leiche ausgraben, um an einen Ring zu kommen, den der tote Grufti pre-mortem verschluckt hat. Der Diamantring wurde übrigens aus der Asche des verstorbenen Sohnes einer der Damen gefertigt. Na wenn das mal keine Story ist, das würde auch prima in meine Familiengeschichte reinpassen (und das meine ich durchaus ernst). Zitat des Tages: “Ich glaube, ich kriege auch gerade Rheuma, wenn ich mir das so anhöre!” (Staatsanwalt Römer). Staatsanwälte, die alten Comedians - ich wusste es.

Für die grausamste Fernsehsendung allerdings nominiere ich “Das Model und der Freak” auf Pro7. “Für mich bist du kein richtiger Mann!” sprach Model Monica zu Freak Flo und ging abends zurück nach Hause zu ihrem Freund Oliver Pocher. Verrückte Welt.

Und ich frage mich gelegentlich, bin das ich? Oder bin ich schon so wie die im Fernsehn? - Sportfreunde Stiller (aus: “Independent”)

Na hoffentlich nicht. Ich geh schlafen, morgen bin ich wieder da. Beziehungsweise heute nachmittag.

10.08.2007 at 04:30 am
Kultur
14

Harry Potter aus der Sicht eines Miesmachers

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Meine Nominierung für die nervigste und überflüssigste fiktive Person, die übertriebendste Werbekampagne und den unnötigster Hype (dagegen ist der NME nichts!) dieses Jahrzehnts: Harry Potter.

Damit mir keiner blöd kommt von wegen “Pah, das kannst du doch gar nicht beurteilen wenn du ihn hasst und es gar nicht kennst!” - Ja, ich habe das erste Buch gelesen, weil ich es damals als Geschenk bekommen hatte und es hat mir nicht gefallen. Folglich habe ich weder die anderen hunderfünfzig Bände gelesen, noch die Filme angeschaut. Und trotzdem geht mir das Ganze auf den Nerv.

Schon rein aus Protest habe ich deswegen vor ein paar Tagen den Spoiler von Full Disclosure (ihr könnt ruhig klicken, das ist nur das Archiv, Ehrenwort) gelesen, selbst wenn ich mit den Informationen wenig anfangen konnte. Mein Respekt gilt trotzdem all denen, die das Wichtigste davon z.B. in ihrem Messenger-Usernamen (”[Spoiler] hat sich gerade angemeldet.”) veröffentlichten und jetzt leider keine Freunde mehr haben.

Mögliches Kontern von den Fans: “Tja, und genauso gehen uns die Leute auf den Geist, die solche Texte verfassen, die keinen interessieren. Jeder hat halt seinen eigenen Geschmack, lass uns doch Harry Potter gut finden, du musst ja nicht von dir auf andere schließen!” - Richtig, von daher richtet sich mein Ärger nicht gegen die verrückten Menschen, die nachts vor den Bücherläden kampieren, sondern gegen die übertriebene Marketingmaschinerie und die Tatsache, dass man mit der einfachen Information über das Ende eines Romans oder das Leben des Protagonisten Milliarden Menschen in Aufruhr, Protest und Hysterie versetzen kann. Irre!

Wie hieß es damals bei den Arctic Monkeys? Don’t believe the hype?
Wie dem auch sei, Tatsache ist: Ich würde Harry Potter gerne ignorieren, nur leider fällt mir das momentan unglaublich schwer. Und wer’s genau wissen will: SIE WERDEN ALLE STERBEN! Am Ende bleibt Harry nämlich als einziger auf dem Meteoriten zurück und vergisst, die Atombome zu zünden! So. Jetzt steinigt mich.

22.07.2007 at 01:10 am

ines @ klammerauf.org

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